Eine neue Studie der Vereinten Nationen hat aufgedeckt, dass das Mining von Bitcoin weltweit einen höheren Stromverbrauch verursacht als viele Länder mit einer großen Bevölkerung, darunter Pakistan. Die Forschung wurde von einem Team unter der Leitung von Kaveh Madani vom Institut für Wasser, Umwelt und Gesundheit der United Nations University in Hamilton (Kanada) durchgeführt und in dem Fachmagazin Earth’s Future veröffentlicht.
Laut der Studie wird prognostiziert, dass im Jahr 2023 mehr als 135 Terawattstunden (TWh) Strom für das Bitcoin-Mining benötigt werden. Dieser enorme Energiebedarf hat gravierende Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima, da der Großteil der verwendeten Energie aus nicht erneuerbaren Quellen stammt.
Das Generieren von Bitcoins und anderen Kryptowährungen sowie die Verifizierung von Transaktionen in der Blockchain erfordern eine beträchtliche Menge an Energie. Die Studie ergab, dass in den untersuchten 76 Ländern zwischen 2020 und 2021 insgesamt 173 Terawattstunden für das Bitcoin-Mining benötigt wurden, eine Steigerung um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Daten basieren auf Informationen des Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index.
Die Studie zeigt auch, dass 67 Prozent des Stromverbrauchs für das Mining aus fossilen Energiequellen stammen. Lediglich 16 Prozent wurden durch Wasserkraft, die wichtigste erneuerbare Energiequelle, gedeckt. Das Team um Madani weist zudem auf den beträchtlichen Wasserverbrauch hin, der für die Produktion von Kryptowährungen erforderlich ist. Für den Zeitraum von 2020 bis 2021 wird der Wasserverbrauch auf etwa 1,65 Kubikkilometer geschätzt. Mit dieser Menge könnte man mehr als 300 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten in Afrika südlich der Sahara mit Wasser versorgen.
Darüber hinaus wurden durch das Bitcoin-Mining in diesem Zeitraum etwa 86 Millionen Tonnen CO₂ freigesetzt. Diese Ergebnisse verdeutlichen die negativen Auswirkungen des Bitcoin-Minings auf die Umwelt und das Klima. Angesichts des steigenden Energiebedarfs und des hohen Anteils an nicht erneuerbaren Energiequellen ist es von großer Bedeutung, nachhaltigere Lösungen für das Generieren von Kryptowährungen zu finden. Nur so kann der immense Stromverbrauch und die Umweltbelastung reduziert werden.
Es ist klar, dass das Bitcoin-Mining einen erheblichen Beitrag zum weltweiten Stromverbrauch leistet und somit eine ernsthafte Bedrohung für die Umwelt darstellt. Die Studie der Vereinten Nationen sollte als Weckruf dienen und dazu anregen, nachhaltigere Wege für das Generieren von Kryptowährungen zu finden. Es ist an der Zeit, die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Umwelt zu berücksichtigen und Maßnahmen zu ergreifen, um eine nachhaltigere Zukunft zu gewährleisten.
Schlagwörter: BitcoinMining + Energieverbrauch + Umweltauswirkungen
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