Homeland Security investiert 15 Mio. $ in KI-Pilotprogramme zur Agentenunterstützung

Das Department of Homeland Security (DHS) plant den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in drei seiner Behörden. Laut einem Bericht der New York Times investiert das DHS insgesamt 15 Millionen US-Dollar in drei KI-Pilotprogramme, die in Zusammenarbeit mit den Unternehmen OpenAI, Anthropic und Meta entwickelt werden. Diese Programme sollen den Agenten des DHS bei verschiedenen Aufgaben unterstützen.

Eines der Pilotprogramme wird von der Bundesagentur für Katastrophenschutz (FEMA) durchgeführt. Hierbei soll generative KI eingesetzt werden, um den Prozess der Gefahrenminderungsplanung für lokale Regierungen zu verbessern. Das DHS plant zudem den Einsatz von großen Sprachmodellen in der Behörde Homeland Security Investigations (HSI), die sich mit der Untersuchung von Kindesausbeutung, Menschenhandel und Drogenschmuggel befasst. Die Sprachmodelle sollen dabei helfen, schnell in umfangreichen Datenbeständen zu suchen und Ermittlungsberichte zusammenzufassen.

Auch die US Citizenship and Immigration Services (USCIS), die Einführungsuntersuchungen für Asylsuchende durchführt, plant den Einsatz von KI. Hier sollen Chatbots eingesetzt werden, um Beamte zu schulen. Die Chatbots sollen fiktive Interviews mit Asylsuchenden abhalten und dabei helfen, den Schulungsprozess effizienter zu gestalten.

Die Ankündigung des DHS enthält zwar nur wenige Details, der Bericht der New York Times gibt jedoch einige Beispiele, wie die Pilotprojekte in der Praxis umgesetzt werden könnten. So sollen die Chatbots des USCIS beispielsweise interne Datenbanken nutzen, um schneller nach Details zu Verdächtigen suchen zu können. Das DHS erhofft sich dadurch eine bessere Aufdeckung von Fentanyl-Netzwerken und eine effektivere Identifizierung von Tätern und Opfern von Kindesmissbrauchsverbrechen.

Um diese Ziele zu erreichen, plant das DHS den Aufbau eines KI-Teams mit mindestens 50 Mitarbeitern. Im Februar reiste der DHS-Sekretär Alejandro Mayorkas nach Mountain View, Kalifornien, um KI-Experten zu rekrutieren und potenzielle Kandidaten zu überzeugen. Dabei betonte er, dass das Ministerium sehr offen für Fernarbeit sei.

Allerdings stehen dem DHS auch einige Herausforderungen bevor. In der Vergangenheit waren nicht alle KI-Einsätze erfolgreich, und Agenten wurden bereits von KI-generierten Deepfakes in ihren Ermittlungen getäuscht. Ein Bericht des Government Accountability Office vom Februar zeigt zudem, dass das DHS für Untersuchungen keine verlässlichen Daten verwendet hatte.

Trotzdem ist der Einsatz von KI im DHS nicht neu. Einige Überwachungstürme, die von der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) zur Überwachung der US-mexikanischen Grenze genutzt werden, verwenden bereits KI-Systeme zur Erkennung und Verfolgung interessanter Objekte. Die CBP plant zudem, bis zum Jahr 2034 ihre Netzwerke von Überwachungstürmen vollständig durch KI zu integrieren. Ein Technologie- und Reiseunternehmen, das von einem ehemaligen Kommissar der CBP gegründet wurde, hat einen Vertrag über 16 Millionen US-Dollar erhalten, um ein KI-Tool zu entwickeln, das an den Einreisehäfen nach Fentanyl sucht.

Die neuen KI-Pilotprogramme des DHS werden jedoch hauptsächlich auf umfangreichen Sprachmodellen basieren und größtenteils im Inneren des Landes eingesetzt werden, anstatt an der Grenze. Bis zum Ende des Jahres wird das DHS über die Ergebnisse des Pilotprojekts berichten.

Schlagwörter: DHS + KI-generierten Deepfakes + CBP

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  • 18. März 2024