Apple gibt nach und erlaubt Drittanbietern endlich, ihre eigenen App Stores zu betreiben. Ja, ihr habt richtig gehört, die Ära der monopolistischen Kontrolle über den App-Markt könnte bald vorbei sein. Und wer sind die ersten Unternehmen, die diese neue Regelung nutzen wollen? Setapp, Mobivention und natürlich Epic Games, jene Gaming-Giganten, die seit gefühlt einer Ewigkeit mit Apple im Clinch liegen.
Aber haltet eure Pferde, bevor ihr zu sehr in Freudentränen ausbrecht. Der Epic Games Store auf dem iPhone ist nicht gerade ein Schnäppchen. Die Provision, die Epic Games von den Entwicklern verlangt, beträgt stolze 12 Prozent. Das bedeutet, dass die armen Entwickler nur 88 Prozent ihrer Einnahmen behalten dürfen, wenn sie den Bezahldienst von Epic nutzen. Wow, das ist gerade mal 1 Prozent weniger als das, was Apple den Entwicklern mit seinen „alternativen Bedingungen“ anbietet. Das sind wirklich großzügige Konditionen, oder?
Aber Apple wäre nicht Apple, wenn sie nicht noch ein paar weitere Kosten verstecken würden. Es gibt eine Zahlungsdienstleistungsgebühr von 3 Prozent und eine Core Technology Fee (CTF) von möglicherweise 50 Cent pro Installation. Und das alles erst ab einer Million Installationen pro Jahr. Ach, Apple, du weißt wirklich, wie man die Preise nach oben treibt.
Aber Moment mal, Epic Games hat auch so seine Forderungen. Sie wollen keine Gebühren für kostenlose Apps erheben und sind nicht an In-App-Verkäufen interessiert. Zumindest nicht bei ihren eigenen Programmen. Also, wenn ihr eure eigenen Zahlungsanbieter habt, könnt ihr euch glücklich schätzen.
Wann genau der Epic Games Store auf dem iPhone starten wird, steht noch in den Sternen. Apple hat vorübergehend den Entwickleraccount von Epic Games in der EU gesperrt, aber dann doch wieder zurückgerudert. Ach, diese will-sie-oder-will-sie-nicht Spielchen können einen ganz schön verwirren.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob Apple wirklich bereit ist, die Kontrolle über den App Store etwas lockerer zu gestalten. Bis dahin können wir nur hoffen, dass die Konkurrenz zwischen den App Stores zu einer besseren Auswahl und fairen Preisen für Entwickler und Nutzer führen wird. Oder zumindest zu mehr Unterhaltung, während wir auf unsere Apps warten.
Schlagwörter: Epic Games + Epic Games Store + Apple
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