Ransomware-Angriffe sind eine der größten Bedrohungen für Unternehmen und Privatpersonen weltweit. Doch laut einer aktuellen Studie von Coveware gibt es Hoffnung, dass sich das Blatt langsam wendet. Denn immer weniger Opfer sind bereit, das geforderte Lösegeld zu zahlen.
Der vierteljährliche Bericht der US-Sicherheitsspezialisten zeigt, dass die durchschnittliche Höhe der Zahlungen um mehr als 30 Prozent gesunken ist. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, denn es bedeutet, dass die Kriminellen weniger Geld mit ihren bösen Machenschaften verdienen können.
Coveware gibt zu, dass sie nicht alle Fälle von Cyber-Erpressung erfassen, aber sie haben genügend Daten, um statistische Aussagen zu machen. Und die Ergebnisse sind eindeutig: Die Zahlungsbereitschaft sinkt auf einen neuen Rekordwert von 28 Prozent. Das bedeutet, dass mehr als 70 Prozent der Ransomware-Angriffe im ersten Quartal 2024 für die Kriminellen erfolglos waren. Ein Schlag ins Gesicht für die Ganoven!
Die Gründe für diesen Rückgang sind vielfältig. Zum einen werden Unternehmen immer widerstandsfähiger gegen Ransomware-Angriffe. Sie haben zum Beispiel Backups, mit denen sie ihre Betriebsfähigkeit wiederherstellen können. Das macht es den Erpressern schwer, ihre Opfer unter Druck zu setzen.
Zum anderen ist es schwierig, den Kriminellen zu vertrauen. Wortbruch ist bei ihnen an der Tagesordnung. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die AlphV-Gang, die sich mit einem Lösegeld von 22 Millionen Dollar absetzte und ihr Opfer, die UnitedHealth Group, einem anderen Erpresser überließ, der erneut Zahlungen forderte. Das ist wirklich dreist!
Leider gibt es bisher keine rechtliche Maßnahme, die die Zahlung von Lösegeldern unterbindet. In einem Positionspapier lehnen Experten sogar ein schnelles Verbot von Zahlungen ab. Sie argumentieren, dass Regierungsorganisationen, die bereits heute keine Lösegelder zahlen dürfen, keinen signifikanten Rückgang von Ransomware-Angriffen verzeichnen. Außerdem sind viele Unternehmen weltweit noch unzureichend auf solche Angriffe vorbereitet.
Eine der Autorinnen des Positionspapiers ist Kemba Walden, die im vergangenen Jahr als National Cyber Director tätig war und somit als IT-Sicherheitsberaterin von Präsident Biden fungierte. Sie warnte davor, dass ein Verbot von Lösegeldzahlungen dazu führen könnte, dass kleine und mittlere Unternehmen, auf die die amerikanische Wirtschaft angewiesen ist, in den Bankrott getrieben werden.
Stattdessen präsentiert Walden zusammen mit ihren Mitautoren einen 16-Punkte-Plan, der auf Vorbereitung, Stärkung der Widerstandsfähigkeit und abschreckenden Maßnahmen basiert. Dieser Plan kann innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden. Eine überlegte und nachhaltige Lösung, die hoffentlich dazu beitragen wird, die Ransomware-Bedrohung einzudämmen.
Die Expertise von Coveware im Bereich Ransomware ist so beeindruckend, dass das Unternehmen vom Backup-Spezialisten Veeam übernommen wird. Das ist eine gute Nachricht, denn die beiden Unternehmen können ihre Kräfte bündeln und ihren Kunden verbesserte Wiederherstellungsmöglichkeiten nach Cyberangriffen bieten. Das ist wie ein Superhelden-Team, das die Welt vor den Bösewichten rettet!
Insgesamt ist die Entwicklung der Zahlungsbereitschaft bei Ransomware-Angriffen ein ermutigendes Zeichen. Es zeigt, dass Unternehmen und Privatpersonen sich immer besser gegen diese Bedrohung wappnen und den Kriminellen die Stirn bieten. Hoffen wir, dass dieser Trend anhält und die Ransomware-Gangster in die Schranken gewiesen werden!
Schlagwörter: UnitedHealth Group + Kemba + Biden
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