Ofcom schlägt mehr als 40 Maßnahmen vor, um Kinder vor schädlichen Inhalten im Internet zu schützen

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat mehr als 40 Anforderungen vorgeschlagen, um Kinder besser vor schädlichen Inhalten im Internet zu schützen. Unternehmen im Bereich Such- und Social-Media in Großbritannien müssen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten. Dies beinhaltet die Kontrolle von gefährlichen Algorithmen, die schädliche Inhalte in personalisierten Feeds an Kinder weitergeben können, sowie Altersüberprüfungen, um sicherzustellen, dass Kinder nur altersgerechte Inhalte sehen. Ofcom hat konkrete Maßnahmen ergriffen, um Kinder vor schädlichen Inhalten wie Essstörungen, Selbstverletzung, Suizid, Pornografie, Gewalt, Hass und Missbrauch zu schützen. Plattformen müssen auch Maßnahmen ergreifen, um Kinder vor Online-Mobbing und riskanten Online-Herausforderungen zu schützen. Die Unternehmen sollten den Kindern außerdem die Möglichkeit geben, unerwünschte Inhalte zu melden und ihre Feeds entsprechend anzupassen. Unternehmen, die gegen die Bestimmungen verstoßen, können mit hohen Geldstrafen von bis zu 18 Millionen Pfund oder 10 Prozent des weltweiten Umsatzes rechnen. Große Unternehmen wie Meta, Google und TikTok könnten davon betroffen sein. Ofcom betont zudem, dass Unternehmen, die nicht kooperieren, mit Durchsetzungsmaßnahmen rechnen müssen. Die Unternehmen haben bis zum 17. Juli Zeit, auf die Vorschläge zu reagieren, bevor die Verhaltensregeln dem Parlament vorgelegt werden. Die endgültige Version der Regeln soll im Frühjahr 2025 veröffentlicht werden, und den Plattformen wird eine Frist von drei Monaten eingeräumt, um sich anzupassen.

Schlagwörter: Ofcom-Chefin Melanie Dawes + Ofcom + Großbritannien

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  • 8. Mai 2024