Die kanadische Anti-Geldwäsche-Behörde Financial Transactions and Reports Analysis Centre of Canada (FINTRAC) hat kürzlich eine Geldstrafe von fast sechs Millionen kanadischen Dollar gegen die Kryptowährungsbörse Binance verhängt. Der Grund dafür sind Verstöße gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Laut Reuters hat FINTRAC in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass Binance es versäumt hat, sich trotz mehrerer Fristen als ausländisches Gelddienstleistungsunternehmen bei der Behörde zu registrieren. Darüber hinaus wurden zahlreiche Währungstransaktionen von 10.000 kanadischen Dollar oder mehr nicht gemeldet, obwohl dies erforderlich gewesen wäre.
Es ist wichtig zu beachten, dass Binance im vergangenen Jahr bereits seine Geschäftstätigkeit in Kanada eingestellt hat. Dennoch hat die Geldstrafe einen weiteren Rückschlag für die Kryptowährungsbörse zur Folge, die in den letzten Jahren zu einer der größten der Welt herangewachsen ist.
Die rechtlichen Probleme von Binance beschränken sich jedoch nicht nur auf Kanada. In den USA wurde der Gründer und ehemalige CEO Changpeng Zhao, auch bekannt als CZ, vor kurzem von einem Gericht zu einer viermonatigen Haftstrafe und einer Strafzahlung von 50 Millionen US-Dollar verurteilt. Er hatte sich schuldig bekannt, gegen US-Gesetze zur Geldwäsche und Sanktionen verstoßen zu haben.
Auch in Nigeria sieht sich Binance mit Problemen konfrontiert. Die Regierung betrachtet die Kryptobörse und andere Plattformen als mitschuldig am Wertverfall der Landeswährung Naira. Es wird behauptet, dass über Binance allein aus Nigeria rund 26 Milliarden US-Dollar in andere Währungen umgetauscht wurden, was angeblich den Kurs der Landeswährung negativ beeinflusst hat. Zwei führende Manager von Binance befinden sich derzeit unter Hausarrest, während die Kryptowährungsbörse aufgefordert wird, Nutzerdaten offenzulegen. Ende März wurden zusätzliche Anschuldigungen gegen Binance von der nigerianischen Steuerbehörde erhoben.
Die jüngsten rechtlichen Probleme könnten das Vertrauen der Nutzer in die Plattform beeinträchtigen und zu weiteren regulatorischen Einschränkungen führen. Die gesamte Kryptobranche steht vor der Herausforderung, mit den zunehmenden regulatorischen Anforderungen weltweit Schritt zu halten und das Vertrauen der Behörden zu gewinnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation für Binance und andere Kryptobörsen in Zukunft entwickeln wird.
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