Studie zeigt: Künstliche Intelligenz wird immer überzeugender

In einer bahnbrechenden Studie, die von der Ruhr-Universität Bochum, der Leibniz Universität Hannover, der TU Berlin und dem CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass künstliche Intelligenz (KI) immer besser darin wird, Inhalte zu generieren, die von Menschen kaum von menschlich erstellten Inhalten zu unterscheiden sind. Das ist beeindruckend, aber auch etwas beunruhigend.

An der Studie nahmen rund 3000 Personen aus Deutschland, China und den USA teil. Sie wurden mit menschlich erstellten und KI-generierten Inhalten konfrontiert, darunter Nachrichtentexte, fotorealistische Porträtbilder und Audio-Ausschnitte aus der Literatur. Und hier kommt der spannende Teil: Die Teilnehmer waren nicht in der Lage, die KI-Inhalte von den menschlichen Inhalten zu unterscheiden. Sie haben die KI-Inhalte fälschlicherweise menschlichen Urhebern zugeordnet.

Das ist ein ziemlich erstaunliches Ergebnis, das zeigt, wie weit KI bereits fortgeschritten ist. Selbst erfahrene Menschen haben Schwierigkeiten, KI-Inhalte zu erkennen. Es spielt keine Rolle, ob man einen Doktortitel hat oder noch zur Schule geht – die Fähigkeit, KI-Inhalte zu erkennen, scheint unabhängig von diesen Faktoren zu sein.

Diese Ergebnisse sind jedoch auch alarmierend, wenn man bedenkt, dass immer mehr sogenannte Deepfakes auftauchen. Deepfakes sind manipulierte Medieninhalte, bei denen Gesichter oder Stimmen von Personen verfälscht werden. Wenn Menschen bereits Schwierigkeiten haben, KI-Inhalte zu erkennen, wie sollen sie dann erkennen, ob ein Video oder Bild echt ist oder nicht?

Laut der Studie sind viele Menschen in Deutschland noch nicht mit dem Begriff „Deepfakes“ vertraut. Mehr als ein Drittel der Befragten hat noch nie davon gehört, und weitere 34 Prozent haben zwar davon gehört, wissen aber nicht genau, was es bedeutet. Nur 22 Prozent können den Begriff erklären. Das ist eindeutig ein Zeichen dafür, dass Aufklärung und Bewusstseinsbildung dringend erforderlich sind.

Es ist auch besorgniserregend, dass viele Menschen in Deutschland den Begriff „Ransomware“ nicht kennen. Ransomware ist eine Schadsoftware, die Dateien auf einem Computer verschlüsselt und Lösegeld fordert. Laut einer Umfrage des Bitkom e. V. sind 36 Prozent der Befragten nicht mit dem Begriff vertraut und weitere 22 Prozent können ihn erklären. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Menschen über die Gefahren von Ransomware aufzuklären.

Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass Menschen in der Lage sind, KI-generierte Inhalte zu erkennen und Manipulationen zu entlarven. Nur so können sie sich vor den Risiken dieser Technologien schützen. Es ist an der Zeit, dass wir uns über Deepfakes und Ransomware informieren und Abwehrmaßnahmen entwickeln, um uns und unsere Daten zu schützen. Die Zukunft ist schon da – und sie wird von KI gestaltet.

Schlagwörter: Deutschland + China + USA

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  • 21. Mai 2024