Europas KI im Rückstand: Zeit für mehr Investitionen und bessere Koordination, sagt EU-Rechnungshofbericht!
Die Europäische Union hat bisher nur begrenzten Erfolg bei der Entwicklung eines künstlichen Intelligenz-Ökosystems in Europa gehabt, wie ein Sonderbericht des EU-Rechnungshofs zeigt. Die EU hat es versäumt, die Investitionen in künstliche Intelligenz zu beschleunigen und mit den weltweit führenden Unternehmen auf gleicher Ebene zu konkurrieren. Das ist natürlich schade für die EU, denn künstliche Intelligenz ist ein aufstrebendes Feld mit großem Potenzial.
Die EU-Kommission hat seit 2018 verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Entwicklung des KI-Ökosystems in Europa voranzutreiben. Dazu gehören Regulierung, Infrastruktur, Forschung und Investitionen. Die EU hat frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um KI-Risiken zu untersuchen und weltweit zu den ersten Regeln für die Nutzung von KI zu gehören. Leider wurden diese Maßnahmen nicht ausreichend mit den Mitgliedstaaten abgestimmt und die Investitionen wurden nicht systematisch überwacht.
Um die KI-Ambitionen der EU zu verwirklichen, bedarf es einer erhöhten und gezielteren Beteiligung sowohl von öffentlichen als auch privaten Investoren. Die EU-Rechnungshof bezieht sich dabei auf neue Technologien wie Robotik, Big Data, Cloud Computing, High-Performance Computing, Photonik und Neurowissenschaften im Zusammenhang mit KI. Diese Technologien sind entscheidend für die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und die EU muss hier aufholen.
Die USA haben seit langem eine führende Position in diesen Bereichen inne und China plant bis 2030, weltweit führend in Sachen künstliche Intelligenz zu werden. Die geplanten privaten Investitionen in der Europäischen Union für die Jahre 2018 bis 2020 beliefen sich auf insgesamt 20 Milliarden Euro, mit weiteren 20 Milliarden Euro in den folgenden Jahren. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede in der Nutzung von künstlicher Intelligenz durch Unternehmen in den verschiedenen Mitgliedstaaten der EU. Einige Länder haben große öffentliche Investitionen angekündigt, während andere noch keine klaren Strategien für künstliche Intelligenz haben.
Die Risikokapitalinvestitionen in der Europäischen Union sind im Vergleich zu den führenden KI-Regionen USA und China insgesamt geringer ausgefallen. Zwischen 2018 und 2020 hat sich die Investitionslücke zwischen den USA und der EU mehr als verdoppelt. Das zeigt, dass die EU hier noch viel Potenzial hat, um aufzuholen.
Die Europäische Union hat Maßnahmen ergriffen, um einen Rahmen für die Koordinierung von künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Das beinhaltet die Ausweitung der Investitionen und die Anpassung der Regulierung. Die Kommission und die Mitgliedstaaten haben sich auf Maßnahmen zur Förderung eines KI-Ökosystems verständigt. Die KI-Pläne der Kommission entsprechen internationalen bewährten Verfahren, aber sie sind unpräzise und veraltet, da sie sich seit 2018 nicht verändert haben. Das ist ein Problem, denn um wettbewerbsfähig zu sein, braucht es klare und ambitionierte Investitionsziele.
Obwohl die EU-Kommission die Ausgaben für KI-Forschungsprojekte erhöht hat, ist die private Kofinanzierung nicht signifikant gestiegen. Hier muss mehr getan werden, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse von KI-Forschungsprojekten vollständig kommerzialisiert oder genutzt werden.
Die Zusammenarbeit der EU-Kommission mit den Mitgliedstaaten hat nur begrenzte Auswirkungen, da es an den erforderlichen Governance-Tools und -Informationen fehlt. Es gibt kein angemessenes Überwachungssystem für KI-Investitionen und keine klare Übersicht darüber, wie die Mitgliedstaaten zur Investitionspolitik der EU beitragen.
Insgesamt hat die Europäische Union noch einen weiten Weg vor sich, um ein konkurrenzfähiges KI-Ökosystem aufzubauen. Es bedarf einer verstärkten Zusammenarbeit, gezielter Investitionen und einer klaren Vision, um mit den führenden KI-Regionen mithalten zu können. Die EU hat das Potenzial, ein wichtiger Akteur in der künstlichen Intelligenz zu werden, aber es ist wichtig, dass jetzt die richtigen Schritte unternommen werden.
Schlagwörter: EU + USA + KI
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