Forscher entwickeln innovatives Kamerasystem zur zuverlässigen Erkennung von Hindernissen und Fußgängern

Forscher des Instituts für Informatik der Universität Zürich (UZH) haben ein innovatives Kamerasystem mit künstlicher Intelligenz entwickelt. Das System kombiniert eine von der Biologie inspirierte Kamera mit einer effizienten Bildverarbeitungstechnologie, um Hindernisse in der Umgebung eines Fahrzeugs oder plötzlich auftauchende Fußgänger schnell und zuverlässig zu erkennen.

Die herkömmliche Methode, bei der 30 bis 50 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, hat den Nachteil, dass die Kamera möglicherweise zu spät reagiert, wenn sich zwischen den Bildern etwas ereignet. Die Forscher haben daher eine Kombination aus einer herkömmlichen Kamera und einer Ereigniskamera entwickelt. Die herkömmliche Kamera nimmt 20 Bilder pro Sekunde auf und wird von einem KI-System verarbeitet, das darauf trainiert ist, Autos oder Fußgänger zu erkennen. Die Ereigniskamera erfasst schnell bewegte Objekte und ermöglicht die Vorhersage zukünftiger Ereignisse. Durch die Kombination beider Kameras entsteht ein visueller Detektor, der Objekte genauso schnell erkennt wie eine herkömmliche Kamera mit einer Bildrate von 5000 Bildern pro Sekunde.

Die Forscher sind der Meinung, dass das System die Sicherheit von Automobilsystemen und autonomen Fahrzeugen erheblich verbessern könnte. Sie betonen jedoch, dass weitere Forschung erforderlich ist, insbesondere die Integration von LiDAR-Sensoren, um die Leistungsfähigkeit des Systems weiter zu steigern. Hybride Systeme dieser Art könnten in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit im autonomen Fahren spielen, ohne dass dies zu einer signifikanten Steigerung von Daten- und Rechenleistung führt. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit wurden in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Schlagwörter: Daniel Gehrig + Zürich + UZH

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  • 31. Mai 2024