Julian Assange, der Mann, der die Welt mit seinen Wikileaks-Enthüllungen in Atem hielt, ist angeblich wieder auf freiem Fuß! Laut einem Wikileaks-Beitrag wurde er aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London entlassen. Endlich kann er wieder frische Luft schnuppern und sich überlegen, welchen nächsten Skandal er aufdecken möchte.
Aber Moment mal, nicht so schnell! Bevor er die Freiheit in vollen Zügen genießen kann, steht noch eine Gerichtsverhandlung mit der US-Justiz an. 1901 Tage hat Assange bereits hinter Gittern verbracht, da sollte ihm die Gerichtsverhandlung ja ein Klacks sein. Oder vielleicht doch nicht?
Laut Wikileaks wurde Julian Assange gegen Zahlung einer Kaution vom High Court in London freigelassen. Ein Schritt in die richtige Richtung, könnte man meinen. Doch anstatt einfach die Koffer zu packen und abzuhauen, plant Assange eine Anhörung auf der Insel Saipan. Klingt nach einem exotischen Urlaubsort, ist jedoch Teil der Nördlichen Marianen. Dort will er sich schuldig bekennen. Verschwörung zur unrechtmäßigen Erlangung und Verbreitung von Verschlusssachen im Zusammenhang mit der nationalen Verteidigung der Vereinigten Staaten lautet die Anklage. Klingt nach einer Menge Spaß für unseren lieben Julian.
Die Verteidigung bedankt sich übrigens bei Gericht, dass die Verhandlung über das Geständnis und die Verurteilung auf einen einzigen Tag festgesetzt wurde. Na, da hat man sich ja wirklich Mühe gegeben, dem armen Mann Zeit zu sparen. Aber Moment mal, was ist das? Assange weigert sich, auf das Festland der Vereinigten Staaten zu reisen, um sein Schuldbekenntnis abzulegen. Na sowas aber auch! Ob er vielleicht Angst hat, von Donald Trump persönlich empfangen zu werden?
Wie dem auch sei, die Verteidigung scheint zuversichtlich zu sein, dass Julian Assange nach Abschluss des Verfahrens in sein Heimatland Australien zurückkehren kann. Hoffen wir mal, dass er dann nicht auf die Idee kommt, noch mehr Geheimnisse auszupacken und sich erneut in Schwierigkeiten bringt.
Die Freilassung von Assange ist das Ergebnis einer globalen Kampagne, bei der Basisorganisatoren, Pressefreiheitsaktivisten, Politiker und sogar prominente Persönlichkeiten aus verschiedenen politischen Lagern mitgewirkt haben. Da haben sich wohl alle einigermassen zusammengerauft, um den berühmten Whistleblower zu unterstützen. Vielleicht hat ja der eine oder andere Politiker auch ein paar peinliche Geheimnisse, die er lieber nicht auf Wikileaks sehen möchte.
Alles in allem bleibt abzuwarten, wie die Geschichte um Julian Assange weitergeht. Wird er tatsächlich schuldig gesprochen und in die USA ausgeliefert? Oder schafft er es, sich aus der Affäre zu ziehen und mit seinem Wikileaks-Team weiter die Welt ins Schwitzen zu bringen? Wir dürfen gespannt sein.
Schlagwörter: Wikileaks + Julian Assange + London
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