Arkansas Generalstaatsanwalt verklagt E-Commerce-App Temu wegen irreführender Handelspraktiken und gefährlicher Malware

Der Arkansas Generalstaatsanwalt Tim Griffin hat am Dienstag eine Klage gegen die E-Commerce-App Temu eingereicht und umfangreiche Vorwürfe erhoben. Laut Griffin verstößt das Unternehmen gegen das staatliche Gesetz gegen irreführende Handelspraktiken. Temu gibt sich als Online-Shopping-Plattform aus, ist aber in Wirklichkeit gefährliche Malware, die heimlich auf praktisch alle Daten auf dem Mobiltelefon eines Benutzers zugreift.

Temu, eine App von PDD Holdings, ist sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store die am häufigsten heruntergeladene kostenlose Shopping-App. PDD Holdings betreibt auch eine beliebte App namens Pinduoduo. Bis zum vergangenen Jahr hatte PDD seinen Hauptsitz in China, entschied sich jedoch dazu, ihn nach Irland zu verlegen.

In der Klage werden die Vorwürfe gegen Temu in Verbindung mit den Anschuldigungen gegen Pinduoduo gebracht, bei denen Forscher vermuteten, dass sie Benutzer ausspionieren könnten. CNN zufolge wurde die App aufgrund von Sicherheitsbedenken mit Off-Play-Versionen im Jahr 2023 vorübergehend aus dem Google Play Store entfernt.

Nach Angaben aus Arkansas wurde Temu offenbar nach dem Vorbild von Pinduoduo entwickelt, und das Verhalten der Temu-App wurde erst bekannt, als die Pinduoduo-App aus dem Google Play Store entfernt wurde. Gemäß der Klage könnte Temu sogar noch gefährlicher sein als Pinduoduo, wie in einem Bericht von Grizzly Research zitiert wird. Laut diesem Bericht ist die Temu-App in der Lage, auf die Telefone der Benutzer zuzugreifen und Datenschutzeinstellungen zu umgehen.

Der Generalstaatsanwalt behauptet, dass Temu übermäßig viele Daten sammelt, die über die für den Betrieb einer Shopping-App notwendigen Informationen hinausgehen. Dies umfasst auch sensible oder personenbezogene Daten. In der Klage wird auch behauptet, dass Temu Benutzer in Bezug auf Berechtigungen täuscht und ihnen unbemerkt Zugriff auf die Aufnahme und Speicherung von Audio- und Videoinhalten gewährt.

Weder Temu noch Google oder Apple haben bisher auf Anfragen nach Stellungnahmen reagiert. Es bleibt abzuwarten, wie der Fall vor Gericht behandelt wird und welche Maßnahmen gegen Temu ergriffen werden. Es ist jedoch wichtig, dass Benutzer vorsichtig sind und ihre Apps regelmäßig auf verdächtige Aktivitäten überprüfen.

Schlagwörter: Temu + Apple App Store + Google Play Store

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  • 26. Juni 2024