Microsoft hat einen beeindruckenden Auftrag zur CO2-Abscheidung aus der Atmosphäre vergeben und damit ein deutliches Signal an die Investoren im Bereich der Direct Air Capture (DAC) Technologie gesendet. Das Unternehmen plant, innerhalb von sechs Jahren in Texas satte 500.000 Tonnen CO2 unterirdisch zu speichern. Das ist bisher der größte Auftrag seiner Art!
Um das Ganze in Perspektive zu setzen, eine Gruppe bestehend aus Alphabet und Meta hat für 40 Millionen Dollar eine DAC-Kapazität von 61.000 Tonnen bis 2030 erworben. Das ist zwar auch nicht zu verachten, aber doch deutlich weniger als das, was Microsoft vorhat.
Microsoft hat sich die Firma 1PointFive als Auftragnehmer für die CO2-Abscheidung ausgesucht. Dies ist der bisher umfangreichste Einzelauftrag für DAC. Die Firma baut derzeit in Texas eine riesige Anlage namens Stratos, die voraussichtlich Mitte nächsten Jahres in Betrieb gehen wird. Bei voller Kapazität soll Stratos jährlich 500.000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre extrahieren und in den Boden befördern. Das ist schon eine ordentliche Leistung!
Da der Auftrag von Microsoft über sechs Jahre läuft, wird die Anlage natürlich nicht von Anfang an voll ausgelastet sein. Aber das ist ja auch nicht weiter schlimm. Der Standort, an dem die Anlage errichtet wird, heißt übrigens Notrees. Klingt irgendwie passend, oder? Laut Berichten hatte Notrees in den 1940er-Jahren nur einen einzigen natürlichen Baum, der dann leider gefällt wurde. Aber jetzt bekommt der Ort immerhin eine Anlage, die dabei hilft, das Klima zu schützen. Kleiner Trost, oder?
Aber Microsoft ist nicht alleine in seinem Bestreben, CO2-neutral zu werden. Auch Google hat große Pläne. Das Unternehmen möchte bis 2030 entlang der gesamten Wertschöpfungskette CO2-neutral sein. Das bedeutet, dass nicht nur die eigenen Emissionen minimiert werden, sondern auch die Emissionen, die durch Partnerunternehmen und Zulieferer entstehen. Google hat bereits von 2007 bis 2022 einen CO2-neutralen Betrieb erreicht, inklusive des Erwerbs von Emissionszertifikaten. Allerdings konnte das Unternehmen im Jahr 2023 aufgrund des immensen Energiebedarfs der künstlichen Intelligenz nicht mehr CO2-neutral sein. Das ist natürlich schade, aber Google gibt nicht auf und versucht weiterhin, die gesamte Wertschöpfungskette umweltfreundlich zu gestalten.
Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, unterstützt sogar ein Start-up namens 280 Earth in Oregon. Dieses Unternehmen nutzt die Abwärme eines Google-Rechenzentrums, um CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Das ist ja mal eine clevere Nutzung der Ressourcen! Die Anlage ist seit Mai in Betrieb und hat bereits 500 Tonnen CO2 abgeschieden. Im vollständigen Ausbau sollen es sogar 20.000 Tonnen pro Jahr sein. Das ist doppelt so effizient, da die Nutzung der Abwärme nicht nur den Energieverbrauch direkt verringert, sondern auch den Kühlbedarf im Rechenzentrum reduziert. Eine echte Win-Win-Situation!
Der Markt für Direct Air Capture befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase, aber es tut sich was. Alphabet, McKinsey, Meta, Shopify und Stripe haben sich zum Beispiel verpflichtet, bis 2030 insgesamt 925 Millionen US-Dollar für DAC-Zertifikate zu investieren, um weitere Investoren anzulocken. Und die US-Regierung hat im März sogar 35 Millionen US-Dollar an Preisgeldern für DAC-Projekte ausgeschrieben. Das hat Google dazu bewegt, ebenfalls 35 Millionen Dollar für DAC-Zertifikate zu erwerben und den Markt anzukurbeln. Es tut sich also einiges!
Der Auftrag von Microsoft ist ein weiterer Schritt in Richtung CO2-Abscheidung aus der Luft und zeigt, dass große Unternehmen bereit sind, in diese Technologie zu investieren. Das ist eine gute Nachricht für unser Klima und ein Zeichen dafür, dass der Kampf gegen den Klimawandel ernst genommen wird. Jetzt müssen wir nur noch darauf hoffen, dass weitere Unternehmen dem Beispiel folgen und wir bald noch effektivere Lösungen zur CO2-Abscheidung finden. Denn je mehr CO2 wir aus der Atmosphäre entfernen können, desto besser für uns alle!
Schlagwörter: DAC + Texas + Microsofts
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