In einer Welt, in der Deepfakes und synthetische Inhalte immer häufiger auftauchen, ist es an der Zeit, dass der Gesetzgeber reagiert. Eine Gruppe von Senatoren verschiedener Parteien hat einen neuen Gesetzesentwurf vorgestellt, der darauf abzielt, Journalisten und Künstler vor unautorisiertem Gebrauch ihrer Werke durch künstliche Intelligenz zu schützen. Klingt gut, oder?
Der Gesetzesvorschlag trägt den Namen „Content Origin Protection and Integrity from Edited and Deepfaked Media Act“ (COPIED Act) und hat es wirklich in sich. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) würde beauftragt, Standards und Richtlinien zur Erkennung und Nachweisbarkeit von Inhalten zu entwickeln. Das klingt nach viel Arbeit für das NIST, aber es ist ein wichtiger Schritt, um die Authentizität von Inhalten zu gewährleisten.
Der COPIED Act fordert auch, dass KI-Tools, die für kreative oder journalistische Inhalte verwendet werden, Benutzern die Möglichkeit bieten, Informationen über den Ursprung anzufügen. Das wäre dann so etwas wie ein digitales Wasserzeichen, das es ermöglicht, den Ursprung von Inhalten nachzuweisen. Damit wäre es schwieriger, synthetische Inhalte als echte auszugeben.
Aber das ist noch nicht alles! Der Gesetzesentwurf verbietet auch die Nutzung solcher Inhalte zur Schulung von KI-Modellen. Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass KI-Modelle nicht auf der Basis von gefälschten Inhalten trainiert werden. Denn das würde ja bedeuten, dass die KI-Modelle lernen, gefälschte Inhalte als echt zu erkennen – und das wäre natürlich kontraproduktiv.
Unternehmen, die verdächtigt werden, Inhalte ohne Erlaubnis verwendet oder Authentifizierungsmerkmale manipuliert zu haben, könnten rechtlich belangt werden. Die Durchsetzung des Gesetzes würde in den Händen der Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten und der Federal Trade Commission liegen. Das klingt nach einer ernsthaften Sache und zeigt, dass der Gesetzgeber dieses Thema sehr ernst nimmt.
Der COPIED Act ist Teil einer Initiative des Senats zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) und wird mit einem Budget von 32 Milliarden Dollar unterstützt. Das ist eine Menge Geld, aber es zeigt, dass der Schutz vor künstlich generierten Inhalten als wichtig erachtet wird. Der Mehrheitsführer des Senats, Chuck Schumer (D-NY), hat die Initiative zur Erstellung eines KI-Fahrplans für die Kammer geleitet. Die Ausarbeitung neuer Gesetze würde jedoch in den jeweiligen Ausschüssen stattfinden.
Es ist erfreulich zu sehen, dass der COPIED Act von einflussreichen Persönlichkeiten wie der Ausschussvorsitzenden Maria Cantwell (D-WA) unterstützt wird. Auch andere Mitglieder des Senats, wie Martin Heinrich (D-NM) und Marsha Blackburn (R-TN), stehen hinter dem Vorschlag. Das zeigt, dass es eine breite Unterstützung für diesen Gesetzesentwurf gibt.
Verschiedene Verlags- und Künstlergruppen haben Erklärungen zur Einführung des Gesetzes abgegeben. Sie betonen die Bedrohung, die von der Fähigkeit der KI ausgeht, äußerst präzise digitale Darstellungen von Künstlern zu erstellen. Es ist wichtig, das wirtschaftliche und reputative Wohlergehen sowie die Selbstbestimmung der Künstler zu schützen. Eine transparente und verantwortungsbewusste Lieferkette für generative künstliche Intelligenz und die von ihr erstellten Inhalte ist unerlässlich.
Der COPIED Act ist ein bedeutender Schritt, um den Schutz vor künstlich generierten Inhalten zu verbessern. Mit klaren Standards, Richtlinien und Maßnahmen zur Nachweisbarkeit wird es schwieriger werden, gefälschte Inhalte als echt zu verkaufen. Hoffen wir, dass dieser Gesetzesentwurf bald zur Realität wird und uns vor den Gefahren der KI-basierten Manipulation schützt.
Schlagwörter: SAG-AFTRA + COPIED + NIST
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