Telekom erleidet vor Gericht eine Niederlage – Deutsche Glasfaser erhält Zugang zum Netz

Telekom Deutschland hat vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen. Das Verwaltungsgericht Köln entschied, dass der Konkurrent Deutsche Glasfaser Zugang zum offenen Netz erhalten muss. Konkret geht es um die Gemeinden Heßdorf und Großenseebach, in denen die Telekom dem Konkurrenten Zugang zu zwei Strecken gewähren muss.

Leider sind Streitigkeiten um die Nutzung von Rohren, in denen die Glasfaserkabel verlegt sind, keine Seltenheit. In diesem Fall hat die Telekom versucht, den Zugang zu blockieren, aber das Gericht hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Verwaltungsgericht Köln lehnte den Eilantrag der Telekom gegen eine frühere Entscheidung der Bundesnetzagentur ab und verwies auf Paragraf 155 des Telekommunikationsgesetzes.

Gemäß dieser Vorgabe sind Netzbetreiber, die staatliche Fördermittel für den Breitbandausbau erhalten haben, verpflichtet, allen Wettbewerbern rechtzeitig und unter fairen Bedingungen Zugang zum Netz zu gewähren. Die Telekom darf kein Entgelt verlangen, wenn es lediglich um die Vorlage oder Planung eines Angebots geht. Das bedeutet, dass die Deutsche Glasfaser nun ohne Probleme auf das Netz zugreifen kann.

Die Telekom hatte argumentiert, dass die vorhandenen Leerrohre zu eng seien und keinen Platz für die Kabel des Konkurrenten bieten würden. Doch das Gericht ließ sich nicht von dieser Ausrede überzeugen und wies den Eilantrag ab. Die Telekom plant jedoch, im laufenden Hauptverfahren ihre alternative Position weiterzuverfolgen. Das bedeutet leider auch, dass sich der Ausbau des Netzwerks für die betroffenen Gemeinden weiter verzögert.

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie hart umkämpft der Markt für Breitbandinternet ist. Die Telekom versucht natürlich, ihre Dominanz zu verteidigen, aber Gesetze wie Paragraf 155 des Telekommunikationsgesetzes stellen sicher, dass auch Wettbewerber Zugang zum Netz erhalten. Das ist wichtig, um den Ausbau des Breitbandnetzes voranzutreiben und den Kunden eine größere Auswahl an Anbietern zu ermöglichen.

Es bleibt abzuwarten, wie das Hauptverfahren weiter verläuft und ob die Telekom letztendlich Zugeständnisse machen muss. Bis dahin müssen die Bewohner von Heßdorf und Großenseebach wohl noch etwas länger auf schnelles Internet warten. Aber hey, immerhin gibt es jetzt Hoffnung, dass die Deutsche Glasfaser bald loslegen kann und ihnen eine Alternative zur Telekom bietet.

Schlagwörter: Telekom Deutschland + Köln + Deut­sche Glas­faser

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  • 13. Juli 2024