mSpy-Datenleck: Spyware-App enthüllt Millionen von Nutzern – Das große Datenleck-Erdbeben ist da!

Datenlecks sind ja mittlerweile fast schon so häufig wie Regentage in Deutschland. Und jetzt gibt es mal wieder einen neuen Kandidaten, der sich für den Titel „Größtes Datenleck des Jahres“ ins Rennen wirft: die Überwachungs-App mSpy.

Anscheinend sind hier mehrere hundert Gigabyte an Informationen ausgelaufen, und das betrifft Millionen von Nutzern weltweit. Das ist ja fast schon ein kleines Datenleck-Erdbeben. Und wer sind die glücklichen Gewinner dieses Spektakels? Nutzer aus Europa, Indien, Japan und Nord- und Südamerika, die in den letzten zehn Jahren diese wunderbare Spyware erworben haben sollen. Herzlichen Glückwunsch!

TechCrunch behauptet, dass sie die sensiblen Informationen unabhängig von den bösen Cyberkriminellen einsehen konnten, die diese von unbekannten Angreifern erbeutet haben. Im Mai 2024 soll eine Gruppe Millionen von Kundensupport-Tickets von mSpy gestohlen haben. Da waren wohl einige Langfinger am Werk. Die gestohlenen Daten beinhalten Namen, Support-E-Mails und sogar persönliche Identifikationsdokumente. Das ist natürlich super praktisch für diejenigen, die wissen wollen, wer sie heimlich überwacht hat. Spannende Enthüllungen, die uns da erwarten.

Aber was kann mSpy eigentlich alles? Nun ja, neben der Aufzeichnung von besuchten Websites, SMS, E-Mails und Kalendereinträgen kann es auch dank GPS die Position von Zielpersonen lokalisieren. Perfekt für alle, die gerne wissen wollen, wo ihre Liebsten gerade herumhängen. Und die Premium-Version hat sogar einen eingebauten Alarm, der losgeht, wenn das überwachte Gerät einen vordefinierten Bewegungsbereich verlässt. Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer.

Aber mal im Ernst, wer steckt eigentlich hinter dieser App? Lange Zeit war die Identität der Betreiber ein Rätsel. Aber dank der kompromittierten Daten ist jetzt klar, dass es sich um das ukrainische Unternehmen Brainstack handelt. Auf einer deutschen Vermarktungsseite wird mSpy als DIE Lösung zur Verfolgung von Mobiltelefonen zur Kindersicherung angepriesen. Für eine kleine Abogebühr kann man also endlich wieder ruhig schlafen und muss nicht mehr nächtelang wach liegen. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein.

Leider werden solche Anwendungen hauptsächlich als Stalkerware betrachtet, da sie von eifersüchtigen Partnern genutzt werden, um ihre bessere Hälfte heimlich zu überwachen, ohne deren Zustimmung. Aber hey, laut TechCrunch sind unter den gestohlenen Daten auch Anfragen von hochrangigen US-Militärs und Richtern eines Bundesberufungsgerichts. Die wollten wohl nur eine kostenlose Testlizenz für die App. Verständlich, wer will schon dafür bezahlen?

Es wird vermutet, dass die Gesamtzahl der mSpy-Nutzer noch viel höher ist, da sicher nicht alle den Kundendienst kontaktiert haben. Wer wissen möchte, ob er auch betroffen ist, kann das über die Plattform „Have I Been Pwned“ überprüfen. Da kann man dann gleich schauen, ob man auch noch bei anderen Datenlecks mitgemacht hat. So ein Datenleck-Abo hat ja mittlerweile fast jeder.

Also, liebe mSpy-Nutzer, aufgepasst: Eure sensiblen Daten sind mal wieder in den Weiten des Internets unterwegs. Hoffen wir, dass sie nicht allzu viel Schaden anrichten. Und vielleicht sollten wir uns alle langsam überlegen, ob wir wirklich alles und jeden überwachen müssen. Ein bisschen Privatsphäre kann ja auch ganz schön sein.

Schlagwörter: mSpy + TechCrunch + Europa

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  • 14. Juli 2024