Neuer Ansatz für KI-Halbleiter: Effektives Training von KI-Modellen auf einem Chip

Ein Team von Wissenschaftlern an der Eindhoven University of Technology hat einen neuen Ansatz entwickelt, um KI-Halbleiter zu schaffen, die effektiv und speziell für das Training von KI-Modellen auf einem Chip optimiert sind. Die Forscher haben ein neuromorphes Gerät entwickelt, das ein Training direkt auf dem Chip ermöglicht und somit den Transfer trainierter Modelle überflüssig macht. Dies könnte den Weg für KI-Chips ebnen, die effizient und speziell auf KI-Anwendungen ausgerichtet sind.

Die Ergebnisse der Forschung wurden in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht. Der Einsatz von neuronalen Netzen ermöglicht es, komplexe Probleme mit umfangreichen Datensätzen zu lösen. Allerdings steigen mit zunehmender Größe der Netzwerke sowohl die Energiekosten als auch die Hardware-Beschränkungen.

Ein vielversprechender Ansatz sind neuromorphe Chips, betont der Wissenschaftler Yoeri van de Burgt von der TU/e. Die Forscher haben erfolgreich ein zweischichtiges neuronales Netzwerk erstellt, das auf ECRAM-Komponenten aus organischen Materialien basiert. Sie haben die Hardware mit einer verbesserten Version des weit verbreiteten Trainingsalgorithmus Backpropagation getestet. Da der konventionelle Algorithmus nicht mit ihrer Hardware kompatibel war, haben sie eine eigene Version entwickelt, die in einem kleinen Netzwerk mit zwei Schichten funktioniert.

Als nächster Schritt planen die Forscher, die Einbeziehung der Industrie und anderer großer Forschungslabore, um wesentlich größere Netzwerke von Hardware-Geräten zu entwickeln und diese mit realen Datensätzen zu testen. Dadurch soll nachgewiesen werden, dass diese Systeme äußerst effizient im Training und Betrieb von nützlichen neuronalen Netzen sowie KI-Systemen sind.

Die Forscher beabsichtigen, diese Technologie in verschiedenen praktischen Anwendungsfällen einzusetzen. Sie hoffen, dass solche Technologien in Zukunft zur Standardausstattung von KI-Anwendungen werden. Durch die direkte Integration des Trainings auf dem Chip könnten Energiekosten gesenkt und die Leistungsfähigkeit von KI-Modellen verbessert werden.

Dieser neue Ansatz könnte einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung von KI-Chips darstellen und das Potential von KI-Anwendungen weiter ausschöpfen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologie in der Praxis bewährt und welche Auswirkungen sie auf die KI-Forschung und -Anwendung haben wird. Die Zukunft der KI liegt zweifellos in der Optimierung von Hardware und Algorithmen, um immer leistungsfähigere und effizientere Systeme zu schaffen.

Schlagwörter: Eindhoven + TU/e-Wissenschaftler Yoeri van de Burgt + TU/e

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  • 18. Juli 2024