Meta könnte rechtliche Konsequenzen drohen: EU prüft Bezahlen oder Zustimmen-Modell von Facebook und Instagram
Meta, das Unternehmen hinter den beliebten sozialen Netzwerken Facebook und Instagram, steht möglicherweise vor rechtlichen Konsequenzen seitens der Europäischen Union. Die EU hat Meta informiert, dass sein Bezahlen oder Zustimmen-Modell gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen könnte – und das hat das Potenzial, Meta in Schwierigkeiten zu bringen.
Das Netzwerk für Verbraucherschutzkooperation der EU (CPC) hat das Unternehmen aufgefordert, bis zum 1. September 2024 Änderungsvorschläge für sein Modell vorzulegen, da es als irreführend und verwirrend für die Benutzer betrachtet wird. Sollte Meta keine Änderungen vornehmen, drohen mögliche Geldstrafen.
Das Bezahlen oder Zustimmen-Modell von Meta wurde im vergangenen Jahr eingeführt und bietet den Benutzern die Wahl zwischen einer werbefreien Nutzung von Facebook und Instagram gegen eine monatliche Gebühr von bis zu 12,99 Euro oder der Zustimmung zur Datensammlung und Verwendung für personalisierte Werbung. Aber die Europäische Union ist mit dieser Nutzung von Benutzerdaten nicht einverstanden und hat bereits rechtliche Schritte gegen Meta eingeleitet.
Das Unternehmen wurde sowohl gemäß dem Digital Markets Act als auch gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit Anklagen und Rekordstrafen belegt. Das ist kein Pappenstiel! Die Regulierungsbehörden der EUCPC geben an, dass das Bezahlen oder Zustimmen-Werbemodell von Facebook und Instagram gegen den Digital Markets Act verstößt. Das ist natürlich nicht ideal für Meta.
Nachdem Verbraucherschutzgruppen Beschwerden eingereicht hatten, leiteten die Behörden eine Untersuchung ein. Sie behaupten, dass das Unternehmen verwirrende Sprache verwendet, um zu erklären, wie sowohl die kostenpflichtigen als auch die kostenlosen Versionen von Facebook und Instagram funktionieren. Das ist natürlich nicht gerade vertrauensfördernd.
Aber das ist noch nicht alles – die Einführung des Modells setzte die Menschen unter Druck, eine Entscheidung zu treffen, ohne ausreichend Zeit zu haben, um die Auswirkungen auf sie zu bedenken. Das ist eine weitere Kritik der Regulierungsbehörden. Und es ist auch irreführend, die werbefreien Versionen von Facebook und Instagram als kostenlos zu bezeichnen, da Benutzer nach wie vor zustimmen müssen, ihre Daten für gezielte Werbung zu verwenden. Das ist ein Punkt, den der EU-Kommissar für Justiz, Didier Reynders, betont hat. Kunden sollten nicht in die Irre geführt werden und glauben, dass sie keine Werbung sehen würden, wenn sie das Abonnement bezahlen, oder dass es kostenlos sei, obwohl das Unternehmen von ihren persönlichen Daten profitiert. Transparenz ist hier das A und O.
Meta-Sprecher Matt Pollard hat in einer E-Mail darauf hingewiesen, dass Abonnements als Alternative zur Werbung ein etabliertes Geschäftsmodell in vielen Branchen sind. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass es den europäischen Vorschriften entspricht. Aber die CPC wirft Meta vor, gegen ihre Richtlinie bezüglich unlauterer Geschäftspraktiken und ihre Richtlinie bezüglich unfairer Vertragsbedingungen zu verstoßen.
Es bleibt abzuwarten, wie Meta auf die Forderungen der EU reagieren wird und ob das Unternehmen Änderungen an seinem Bezahlen oder Zustimmen-Modell vornehmen wird. Die Entscheidung der EU könnte Auswirkungen auf die Geschäftspraktiken von Meta haben und möglicherweise auch andere Unternehmen dazu veranlassen, ihre Modelle zur Datennutzung und Werbung zu überprüfen. Der Fall zeigt erneut, wie wichtig der Schutz der Verbraucherdaten in der digitalen Welt ist und wie die EU bestrebt ist, Verstöße gegen den Verbraucherschutz zu ahnden. Es bleibt spannend, wie diese Geschichte weitergehen wird.
Schlagwörter: Facebook + Instagram + Meta
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