Untersuchung des vzbv: Gatekeeper setzen manipulative Designs ein, um Zustimmung zur Datenzusammenführung zu erlangen

Gatekeeper wie Meta, Amazon, TikTok und Google setzen laut einer Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) manipulative Designs ein, um Nutzer zur Zustimmung zur Zusammenführung personenbezogener Daten zu bewegen. Der vzbv hat festgestellt, dass alle überprüften Anbieter manipulative Elemente verwenden, darunter visuelle Gestaltung, Sprache und der Aufwand, den Nutzer betreiben müssen, um ihre Datenzusammenführung anzupassen. Beispielsweise nutzt TikTok die Besorgnis der Nutzer aus, dass das Angebot kostenpflichtig wird, falls sie der Zusammenführung ihrer Daten nicht zustimmen. Meta hingegen vermittelt den Eindruck, dass die Zustimmung zur Datenzusammenführung lediglich eine Frage des Nutzungskomforts sei und droht mit Nachteilen, wenn Nutzer ihre Zustimmung verweigern. Der vzbv kritisiert zudem, dass es für Nutzer schwierig ist, bereits erteilte Einwilligungen zur Datenzusammenführung zu widerrufen, was gegen EU-Recht verstößt. Der Verband fordert die Europäische Kommission daher auf, die Bestimmungen des Digital Markets Acts (DMA) konsequent durchzusetzen und bei Verstößen Geldbußen zu verhängen. Laut einer Umfrage des vzbv sind die meisten Verbraucher der Meinung, dass Webseiten nicht manipulativ gestaltet werden sollten, um Einfluss auf ihre Entscheidungen zu nehmen, und dass Unternehmen generell keine Daten zu Profilen zusammenführen sollten, um personalisierte Werbung zu erstellen. Es bleibt abzuwarten, ob die Europäische Kommission den Forderungen des vzbv nachkommt und die Gatekeeper zur Einhaltung der EU-Regelungen zwingt.

Schlagwörter: Meta + TikTok + Apps

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  • 7. August 2024