Die USA fürchten die wachsende Macht chinesischer Künstlicher Intelligenz (KI). Senator Josh Hawley hat einen Gesetzesentwurf mit dem Titel „Decoupling America’s Artificial Intelligence Capabilities from China Act“ eingebracht, der strenge Konsequenzen für die Nutzung und den Download chinesischer KI-Modelle vorsieht. Insbesondere Modelle wie DeepSeek stehen im Fokus. Hawley argumentiert, dass jede Interaktion mit chinesischer KI letztendlich Chinas technologische Wettbewerbsfähigkeit fördert und somit eine Bedrohung für die USA darstellt. Trotz geringerer Entwicklungsaufwendungen betrachtet er DeepSeek als ernstzunehmende Konkurrenz zu US-amerikanischen KI-Systemen. Ein zentraler Kritikpunkt ist das datenintensive Wesen dieser Systeme, das potenziell US-Technologiewerte gefährden und den heimischen Markt destabilisieren könnte.
Der Gesetzesentwurf sieht umfassende Restriktionen vor: Der Import und Export chinesischer KI sowie die Zusammenarbeit amerikanischer Firmen mit chinesischen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen wären verboten. Auch Investitionen in die chinesische KI-Industrie sollen untersagt werden. Damit soll eine Trennung von der technologischen Abhängigkeit von China geschaffen und die Dominanz US-amerikanischer KI-Lösungen gesichert werden.
Experten sehen jedoch Risiken für Forschung und Innovation, da die vage Formulierung im Gesetz unbeabsichtigte Handlungen bestrafen könnte und den wissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern gefährden würde. Ob der Entwurf in seiner aktuellen Form umgesetzt wird, ist ungewiss, aber angesichts der geopolitischen Lage und des Wettbewerbs um KI-Dominanz erscheint eine solche restriktive Gesetzgebung realistisch. Dieser Vorstoß verdeutlicht die Herausforderungen der globalisierten KI-Entwicklung: den Spagat zwischen technologischem Fortschritt, nationaler Sicherheit und dem Schutz wissenschaftlicher Freiräume in Zeiten zunehmender geopolitischer Rivalität.
Schlagwörter: USA + Josh Hawley + China
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