Die deutschen Informations- und Telekommunikationsunternehmen (ITK) erwarten laut einem Branchenreport des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ein durchschnittliches Umsatzplus im ersten Quartal 2025. Allerdings zeigen sich die Prognosen im Vergleich zum vorherigen Quartal zurückhaltender.
Eine Mehrheit rechnet mit Umsatzsteigerungen, jedoch schwächer als zuvor: Knapp 38 Prozent der ITK-Geschäftsführer erwarten steigende Umsätze, während ein vergleichbarer Anteil (37 Prozent) von konstanten Zahlen ausgeht. Ein Viertel prognostiziert hingegen einen Rückgang der Umsätze im ersten Quartal 2025. Im Vergleich zur Bewertung im vierten Quartal 2024, in dem noch 44 Prozent steigende Umsätze vermeldeten, zeigt sich hier eine Verschiebung hin zu mehr Zurückhaltung.
Hardwarehersteller sind pessimistischer als ITK-Dienstleister. Rund ein Drittel der Unternehmen im Hardwarebereich erwartet sinkende Umsätze, etwa 35 Prozent rechnen mit konstanten Zahlen. Im weltweiten Kontext wird für Deutschland nur ein geringes Umsatzwachstum in der ITK-Branche prognostiziert.
Uneinigkeit beim Personalbedarf: Im Gegensatz zu den Umsatzprognosen zeigt sich die Branche uneinig bezüglich des zukünftigen Personalbedarfs. Während über ein Viertel der Geschäftsführer einen steigenden Bedarf erwartet, sieht nur etwa jeder Zehnte einen Personalabbau auf sich zukommen. Die Mehrheit (über 60 Prozent) geht von konstanten Mitarbeiterzahlen aus.
Im Hardwarebereich zeichnet sich jedoch ein anderes Bild ab: Nur jeder fünfte Vorgesetzte erwartet eine Aufstockung des Teams, während über ein Drittel mit Stellenkürzungen rechnet. Im vierten Quartal 2024 waren noch deutlich mehr Unternehmen im ITK-Bereich zu personellen Neuinstellungen bereit (31 Prozent) als zu Personalabbau (unter 25 Prozent).
Zusammenfassung: Die deutsche ITK-Branche blickt trotz einer insgesamt positiven Tendenz für die Umsätze dem ersten Quartal 2025 mit etwas mehr Vorsicht entgegen. Besonders im Hardwarebereich zeigt sich Unsicherheit, während das Personalmanagement in beiden Sektoren auf stabile Zahlen setzt, jedoch mit unterschiedlichen Erwartungen hinsichtlich neuer Stellen und Arbeitskräfte.
Schlagwörter: ITK + Europäische + ZEW
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
