Thin Clients versprechen mit minimaler Software und einem Fokus auf Netzwerkzugriff eine sichere Alternative zum traditionellen Client-Server-Modell. Doch auch diese Hardwareplattformen sind nicht vor Sicherheitsbedrohungen gefeit. HP hat jetzt ein kritisches Update für sein Linux-basiertes Betriebssystem ThinPro veröffentlicht, um ein umfangreiches Paket an Schwachstellen zu beheben.
Die Aktualisierung auf ThinPro 8.1 SP6 adressiert insgesamt 233 Sicherheitslücken, darunter 21 kritische Schwachstellen. HP bewertet die Bedrohungslage als „kritisch“, da Angreifer durch diese Lücken beliebigen Schadcode ausführen, Rechte erweitern, Systeme via Denial of Service (DoS) lahmlegen oder Informationen unbefugt abrufen könnten.
Im Mittelpunkt der kritischen Schwachstellen steht GStreamer, betroffen sind jedoch auch libarchive, der Linux-Kernel und ZBar. Zusätzlich gibt es weitere 77 Sicherheitslücken mit hohem Risiko.
HP schließt diese Lücken durch das Update, das über die HP-Website (derzeit jedoch ohne funktionierenden Downloadlink) sowie über HP ThinUpdate verfügbar ist. Die Suche nach dem jeweiligen Modell auf der HP Support-Seite sollte ebenfalls zum Aktualisierungsprogramm führen.
Dieses Ereignis verdeutlicht, dass auch in vermeintlich sicheren Umgebungen wie Thin Clients kontinuierliche Sicherheitsüberwachung und Aktualisierungen essenziell sind. Alte Thin Clients bieten sich dank ihrer robusten Hardware für Bastelprojekte an, z. B. als NAS oder Firewall. Hier gilt es jedoch, bereits bei der Auswahl auf ausreichend RAM und Speicherplatz zu achten, da Upgrades oft nicht möglich sind.
Schlagwörter: HP + ThinPro + HP ThinUpdate
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