Pipewire 1.4 ist da: Der neue Soundheld für Linux rockt die Audiowelt!

Die Welt der Linux-Audioproduktion steht vor einem Update: Pipewire 1.4, das Herzstück für Sound und Multimedia in vielen Linux-Distributionen, ist angekommen. Der Hauptentwickler Wim Taymans hat den Startschuss gegeben, und bereits jetzt finden wir die neue Version in exklusiven Repositories wie dem von Arch Linux (Extra) oder in Fedora Rawhide, der Vorstufe zu Fedora 42. Während Ubuntu 25.04 das Update verpasst hat, jubeln die Debian-Nutzer: Pipewire 1.4 ist pünktlich vor den Freeze-Terminen für Debian 13 Trixie in den Paketquellen gelandet. Damit wird die kommende Debian-Ausgabe noch attraktiver für Studio-Einsätze – denn Pipewire 1.4 bietet wichtige Neuerungen, insbesondere für MIDI-Sequencer und Harddisk-Recording unter Linux. Davon profitieren auch Spezialdistributionen wie AV Linux, das seine Pakete aus dem Stable-Zweig von Debian bezieht.

Die Geschichte von Pipewire ist geprägt von dem Ziel, ein einheitliches, leistungsstarkes Audio-Framework zu sein. Ursprünglich als Alternative zu älteren Lösungen wie JACK konzipiert, hat es sich zu einem Allrounder entwickelt, der sowohl die Einfachheit integrierter Soundsysteme als auch die Flexibilität spezialisierter Tools vereint. Mit Version 1.4 baut Pipewire diese Rolle weiter aus und erhält eine kompatible Kontroll-API für Anwendungen, die ursprünglich JACK benötigten. So können diese direkt mit dem Soundserver interagieren und ihn konfigurieren, was die Komplexität der Einrichtung deutlich reduziert.

Für MIDI-Musiker bringt Pipewire 1.4 eine wichtige Schnittstelle für UMP (Universal MIDI Package). UMP fasst die Protokolle 1.0 und 2.0 des MIDI-Standards zusammen und ermöglicht eine nahtlose Kommunikation zwischen Geräten und Software. Besonders praktisch: Pipewire kann sogar ältere MIDI-Geräte, die nur das Protokoll 1.0 verstehen, mit neueren Anwendungen über UMP verbinden – ein echter Vorteil für Vintage-Gear-Nutzer! Zusätzlich bietet Netjack Unterstützung, die JACK-Anwendungen über TCP/IP miteinander verbindet, nun eine automatische Erkennung von Streams im Netzwerk, was die Konfiguration erleichtert.

Die Integration von RISC-V als neue Prozessorplattform in Pipewire 1.4 ist ein Zeichen für die zunehmende Verbreitung dieser Architektur und sorgt dafür, dass auch Linux-Systeme auf RISC-V-Architekturen bald von diesem effizienten Soundserver profitieren können. Die Release-Notes von Pipewire 1.4 auf GitLab detaillieren alle Veränderungen im Detail – für technisch versierte Leser ein Fundus an Informationen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Pipewire 1.4 einen weiteren Schritt in Richtung eines zentralen, leistungsstarken und flexiblen Audio-Ökosystems für Linux macht, das sowohl Profis als auch Hobbyisten gleichermaßen begeistert.

Schlagwörter: Pipewire + Arch Linux + UMP

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  • 12. März 2025