Im Februar sorgte die Nachricht über vermehrt betroffene Grafikkartenmodelle der GeForce RTX 5090 mit zu wenigen Ray-Operation-Processing Units (ROPs) für Aufsehen in der Tech-Community. Schnell wurde klar, dass das Problem nicht allein auf die RTX 5090 beschränkt war, sondern auch die Modelle RTX 5070 Ti und RTX 5080 ebenfalls von diesem Defekt betroffen waren. NVIDIA musste schließlich eingestehen, dass alle bis dato produzierten Blackwell-GPUs, einschließlich der in Notebooks verbauten Modelle, von diesem Mangel betroffen waren. Durch schnelle Absprachen mit den Notebook-Herstellern konnte jedoch sichergestellt werden, dass keine Geräte ausgeliefert wurden, die diesen ROP-Fehler aufwiesen. Betroffenen Käufern wurde die Möglichkeit eines Austauschs über den jeweiligen Händler oder Hersteller angeboten. Was mit den zurückgetauschten Karten letztendlich geschieht, bleibt im Dunstkreis des Unbestimmten. In Test- und Demomodes sollen diese jedoch weiterhin problemlos eingesetzt werden können. Der Leistungsverlust durch das Fehlen der ROPs ist zwar relativ geringfügig, dennoch stellt er einen Bruch mit den versprochenen technischen Spezifikationen dar, was für Käufer verständlicherweise problematisch sein kann.
Vor kurzem tauchte bei dem Händler Alternate eine ZOTAC GeForce RTX 5090 SOLID OC auf, die als B-Ware gekennzeichnet war und somit wahrscheinlich bereits in Betrieb genommen oder beschädigt gewesen sein könnte. Ein Forum-Nutzer lenkte den Fokus auf die Besonderheit dieses Angebots: Die Karte verfügte nur über 168 statt der erwarteten 176 ROPs. Zudem wurden zwei weitere Modelle dieser Serie, ebenfalls als B-Ware markiert, angeboten – eines mit allen 176 ROPs zum gleichen Preis wie das defekte Modell und ein drittes mit zusätzlichen Verpackungsschäden und einem Preis von knapp 200 Euro weniger. Die Auffindbarkeit weiterer GeForce RTX 50-Serie Modelle als B-Ware mit derartigen ROP-Defekten blieb bislang jedoch erfolglos.
Dieses Phänomen wirft Fragen auf bezüglich möglicher Produktionsfehler, Qualitätskontrollen und der Transparenz im Umgang mit defekten Geräten im Handel. Es zeigt zudem die Herausforderung für Hersteller und Händler, betroffene Kunden adäquat zu informieren und Lösungen anzubieten, während gleichzeitig der Wiederverkaufsmarkt mit solchen Geräten geregelt wird.
Schlagwörter: GeForce RTX + ZOTAC GeForce RTX + Ti
(pz)

