„Herausforderungen der Kupfer-Glas-Migration: Ein Weg zu schnellerem Internet in Deutschland“

Die Diskussion um die Migration vom Kupfernetz zu Glasfasernetzen (Kupfer-Glas-Migration) in Deutschland ist komplex und voller Herausforderungen. Alle Akteure – Netzbetreiber, Regulierer und Experten – sind sich der Notwendigkeit dieses Wandels bewusst, jedoch gibt es Unstimmigkeiten bezüglich des Vorgehens und des Zeitrahmens.

Ein zentraler Punkt ist die Abschaltung des alten DSL-Netzes, was für viele Anbieter mit Einbußen verbunden wäre. Experte Neumann betont jedoch, dass nur eine klare Signalgebung durch die Regulierungsbehörden und ein hoher Grad an Glasfaserverankerung den nachhaltigen Ausbau ermöglichen. Netzbetreiber sind bereit für die Migration, benötigen aber rechtliche Rahmenbedingungen, um Anträge zur Kupferabschaltung stellen zu können.

Die fehlende Handlungsfähigkeit führt zu Frustration, da die Migration von zentraler Bedeutung für digitale Souveränität und Daseinsvorsorge ist. Kritisiert wird das regulatorische Umfeld als zu bürokratisch und verrechtlicht, was den effektiven Wettbewerb im Markt erschwert. Für den Beginn der Abschaltung sollte laut Neumann eine Glasfaserversorgung von über 90 % erreicht sein, während Deutschland aktuell bei 48,8 % liegt.

Neben dem „Wann“ steht auch das „Wie“ im Fokus: Ein reibungsloser Übergang unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse und Kostenstrukturen ist entscheidend.

Zusammengefasst erfordert die Kupfer-Glas-Migration in Deutschland einen klaren, gemeinsamen Weg aller Akteure, der technologische Herausforderungen, regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt, um zügig zu einer leistungsstarken Glasfaserinfrastruktur voranzukommen.

Schlagwörter: Deutschland + Neumann + Wann

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  • 3. April 2025