Nvidia veröffentlicht PhysX-Quellcode auf GitHub: Ein neuer Weg für die Spieleentwicklung

Der Release des vollständigen GPU-Quellcodes für PhysX auf der Plattform GitHub durch Nvidia markiert eine Entwicklung für die Open-Source-Community und die Spieleentwicklung. Bislang war die vollständige Portierung von PhysX auf alternative GPUs, wie jene von AMD, nicht möglich, da wesentliche Teile des Quellcodes fehlten. Nun, mit dem nun verfügbaren Code unter der BSD-3-Lizenz, stehen Entwicklern die Türen zur Weiterentwicklung und Anpassung von PhysX an ihre spezifischen Bedürfnisse und Hardware-Architekturen offen. Nvidia betont gleichzeitig den Abschied von Binaries für PhysX, was in der Praxis bedeutet, dass zukünftig keine offiziellen Treiberunterstützungen bereitgestellt werden. Dies betrifft eine Reihe älterer Spiele, die auf PhysX angewiesen waren, darunter Klassiker wie Mafia II, Mirror’s Edge, Batman: Arkham Asylum und Assassin’s Creed IV: Black Flag. Der Fokus verschiebt sich damit weg von Nvidia-eigenen Prozessen hin zu community-getriebenem Support und Weiterentwicklung.

Dieser Schritt folgt einer Entwicklungstendenz, die bereits mit der Einstellung des Supports für 32-Bit-PhysX auf aktuellen RTX-5000-Karten (Blackwell-Architektur) erkennbar war. Die 64-Bit-Version fand zwar in wenigen Titeln wie Batman: Arkham Knight Anwendung, aber insgesamt blieb ihr Einsatz begrenzt. Mit dem vollständigen Quellcode-Release ermöglicht Nvidia nun eine breitere Akzeptanz und Anpassungsmöglichkeiten für PhysX an moderne Hardware-Landschaften und zukünftige Spieleentwicklungsstrategien.

Bislang konnten Besitzer von RTX-5000-Grafikkarten mit einer zusätzlichen älteren GPU, auf der PhysX lief, teilweise hohe Bildraten in betroffenen Spielen erreichen. Diese Workaround-Lösung diente als Ersatz für fehlende Treiberunterstützung. Nun, mit dem offenen Quellcode, können Entwickler und Modder direkt an PhysX arbeiten und potenziell auch Portierungen auf andere GPUs, wie AMDs Produkte, realisieren. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Performance-Optimierungen und eine flexiblere Integration von PhysX in zukünftige Spieleentwicklungen, unabhängig vom Grafikkartenhersteller.

Die Entscheidung von Nvidia signalisiert einen Wandel hin zu einer community-getriebenen Entwicklung von PhysX, was langfristig zu Innovation und Weiterentwicklung des physikalischen Simulationssystems in Spielen führen kann.

Schlagwörter: PhysX + Nvidia + Batman

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  • 6. April 2025