Apple entwickelt KI-Strategie mit synthetischen Daten ohne Zugriff auf Nutzerdaten

Apple hat eine neue Strategie entwickelt, um seine KI-Modelle weiterzuentwickeln, ohne dabei auf die sensiblen Nutzerdaten seiner Kunden zugreifen zu müssen. Das Unternehmen betont in einem Blogbeitrag, der durch Bloomberg veröffentlicht wurde, dass es einen Weg gefunden hat, synthetische Datensätze zu nutzen, um die Leistung seiner KI-Systeme zu optimieren, ohne in den Privatsphärebereich seiner Nutzer einzudringen. Die Kernidee dieses Ansatzes besteht darin, Geräte mit sogenannten synthetischen Datenbeständen auszustatten, die Muster und Strukturen aus aktuellen E-Mails und Nachrichten von Nutzern beinhalten, die sich im Device Analytics-Programm angemeldet haben. Diese Geräte werden in der Lage sein, die Ähnlichkeit zwischen den synthetischen Proben und echten Nutzerdaten zu bewerten und lediglich ein Signal zu senden, welche Variante der synthetischen Daten dem echten Datensatz am ähnlichsten ist. Auf diese Weise bleibt der Zugriff auf die eigentlichen Nutzerdaten ausgeschlossen, da diese weder abgerufen noch von den Geräten übermittelt werden. Apple verwendet dann die am häufigsten ausgewählten synthetischen Proben, um seine KI-Systeme für Textverarbeitungstools wie E-Mail-Zusammenfassungen weiter zu verbessern.

Diese Innovation kommt zu einer Zeit, in der Apple seinen Fokus auf künstliche Intelligenz und insbesondere auf Siri verstärkt hat. Derzeit trainiert das Unternehmen seine KI-Modelle hauptsächlich mit synthetischen Daten, was jedoch laut Bloomberg-Experte Mark Gurman zu weniger präzisen und hilfreichen Antworten führen kann. Apple hatte zuvor Herausforderungen bei der Implementierung wichtiger Apple Intelligence-Funktionen erlebt, darunter Verzögerungen bei Startterminen und sogar den Wechsel des Leiters des Siri-Teams. Nun setzt das Unternehmen mit dem neuen KI-Trainingssystem auf eine Kehrtwende. Dieses System wird in einer Beta-Version von iOS und iPadOS 18.5 sowie macOS 15.5 eingeführt, wie Gurman berichtet. Die Verpflichtung zum Datenschutz geht bei Apple bereits seit langem über Jahre hinweg, insbesondere seit der Einführung von iOS 10 im Jahr 2016. Apple hat die Methode der Differential Privacy etabliert, um Nutzerdaten während des Trainings seiner KI-Modelle vertraulich zu halten. Diese Technik wurde bereits erfolgreich zur Verbesserung der KI-gestützten Genmoji-Funktion eingesetzt und findet nun auch Anwendung in den neuen KI-Trainingsplänen. Durch die Einbindung von Differential Privacy sollen Nutzerdaten so anonymisiert werden, dass eine direkte Verknüpfung mit einer bestimmten Person unmöglich wird.

Schlagwörter: Apple + Mark Gurman + iOS
(pz)

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  • 14. April 2025