Fedora Linux erscheint pünktlich und mit einem bemerkenswerten Wandel: Neben der traditionellen Ausgabe mit Gnome 48 etabliert sich auch KDE Plasma 6.3 als vollwertige Hauptversion. Dieser Schritt, der auf einer internen Abstimmung innerhalb des Fedora-Teams basierte, signalisiert eine stärkere Investition in die KDE-Community und erweitert die Plattformunterstützung für diverse Prozessorarchitekturen – einschließlich IBM Power8 und OpenPOWER-Systeme mit ppc64le-Architektur. Die Entscheidung spiegelt die wachsende Bedeutung von KDE wider, insbesondere durch starke Anwendungen wie Kdenlive, Krita und OBS Studio, die sich hervorragend in das KDE-Ökosystem integrieren. Zusätzliche Faktoren waren der technologische Fortschritt von KDE Plasma mit Funktionen wie VRR unter Wayland und DRM Leasing für Gamer. Diese Entwicklung überrascht, da Fedora traditionell eng mit Gnome verbunden war und von Red Hat, dem Hauptsponsor, finanziert wurde, der Gnome maßgeblich fördert. Vor zehn Jahren schien die Zukunft des Fedora KDE Spin ungewiss, als sein langjähriger Hauptentwickler aufgrund der komplexen Struktur von KDEs Bibliotheken und Komponenten zurücktrat. Auch Red Hat zeigte ab 2018 kein großes Interesse an KDE in seinen Standardprodukten, was zum Ausfall von KDE in CentOS Stream und RHEL führte. Mit dieser neuen Entscheidung für Fedora 42 winkt jedoch die Chance auf ein Comeback von KDE Plasma in diesen Systemen. Neben der KDE-Neuerung präsentiert sich Fedora 42 mit einer überarbeiteten Installationsoberfläche namens Web UI unter Gnome 48. Diese HTML-basierte Lösung, inspiriert von Calamares, vereinfacht und strukturiert die Einrichtung des Systems mit klaren Schritten. Die Partitionierung wurde ebenfalls optimiert, um den Nutzern eine einfachere Nutzung des gesamten Datenträgers per Klick zu ermöglichen. Fedora 42 bleibt aber vielfältig und bietet neben der Workstation-Ausgabe weitere Spezialausprägungen wie Atomic oder sicherheitsfokussierte Spins, die auf unterschiedlichen Technologien basieren, darunter OSTree und nicht mehr auf RPM-Paketen setzen. Diese Varianten stehen für verschiedene Architekturen wie x86_64 und ARM 64 Bit (aarch64) zur Verfügung.
Schlagwörter: Fedora Linux + KDE + IBM Power8
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