Die neue Version der Desktop-Umgebung LXQt präsentiert sich mit signifikanten Verbesserungen, insbesondere im Umgang mit mehreren Monitoren unter dem Wayland-Display-Server. Ein häufiges Problem in der Vergangenheit war die Art und Weise, wie Wayland Bildschirme identifiziert – durch Nummerierung oder individuelle Namen. Die ältere Version von LXQt kam dabei nicht stets zuverlässig zurecht. Mit der aktuellen Aktualisierung adressieren die Entwickler diese Herausforderung direkt und ermöglichen eine reibungslose Interaktion sowohl mit nummerierten als auch mit benannten Monitoren. Dieser Anpassungsprozess erfordert allerdings, dass bei der ersten Verwendung unter Wayland alle Desktop-Elemente ihre Positionen neu setzen, um sich an die neue Namensgebung oder Nummerierung anzupassen. Für den Einsatz von LXQt unter Wayland ist weiterhin ein kompatibler Compositor essenziell, entweder KWin oder eine auf Wlroot basierende Alternative. Die Entwickler haben ihre Komponenten so überarbeitet, dass sie nahtlos mit den aktuellen stabilen Versionen dieser unterstützten Compositors arbeiten.
Neben den Layoutsteigerungen bringt LXQt auch Verbesserungen für das Terminal und das Power Management. Das QTerminal, ein integraler Bestandteil der Umgebung, wurde aufwändig weiterentwickelt und behebt verschiedene Probleme im Bereich der Textdarstellung. Anwender erhalten nun feinere Kontrolle über die Blinkgeschwindigkeit der Eingabemarke sowie die Möglichkeit, das Ausblenden des Mauszeigers zu konfigurieren. Ein praktisches Feature ist die automatische Fokusvergabe an ein Sub-Terminal, sobald die Maus darüber schwebt – eine Option, die individuell anpassbar ist. Das LXQt Power Management integriert nun die Unterstützung für Power-Profile, wie sie vom Power Profiles Daemon bereitgestellt werden. Dies ermöglicht auf unterstützten Linux-Systemen eine dynamische Steuerung der Systemleistung basierend auf vorgegebenen Profilen. Beispielsweise kann die Rechenleistung auf Laptops im Energieeffizienzmodus automatisch gedrosselt werden, um die Akkulaufzeit zu maximieren. Über das Kontextmenü des Batteriesymbols im Panel können Anwender bequem zwischen den verfügbaren Profilen wechseln.
Auch der Dateimanager PCManFM-Qt erfährt Optimierungen. Benutzer profitieren von anpassbaren Einstellungen für Terminals und einer verbesserten Funktion zum Umbenennen mehrerer Dateien, die nun String-Ersetzungen unterstützt. Das „Open with“-Menü zeigt nun auch Anwendungen an, die in der Lage sind, mehrere Dateien mit unterschiedlichen MIME-Typen zu öffnen. Schließlich wurde die Tastenkombination zur Fokusvergabe erweitert, um eine schnellere Navigation durch verschiedene Fenster und Elemente zu ermöglichen. Zusammenfassend demonstriert LXQt mit dieser Aktualisierung ein starkes Engagement für Benutzerfreundlichkeit, Leistung und Integration in moderne Linux-Umgebungen.
Schlagwörter: LXQt + Wayland + Profiles
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