Seit einigen Monaten plagt ein unerklärliches Problem Nutzer von Microsoft Outlook auf Windows: Beim Verfassen von E-Mails steigt die CPU-Nutzung drastisch an, bisweilen sogar auf Werte zwischen 30 und 50 Prozent. Dieses Verhalten zieht einen erhöhten Stromverbrauch des Rechners nach sich, was sowohl die Akkulaufzeit bei Laptops als auch den Energieverbrauch im Büro belastet. Betroffen sind insbesondere Nutzer, die das klassische Outlook auf Windows verwenden und ein Update auf Version 2406 Build 17726.20126 im Current-Kanal, Monthly-Enterprise-Kanal oder den Insider-Kanälen installiert haben. Diese Problematik hatte sich bereits Anfang November 2023 bemerkbar gemacht, und die Nutzergemeinschaft wandte sich an das Microsoft-Forum, um nach Lösungen zu suchen. Etwa ein halbes Jahr später hat Microsoft nun offiziell bestätigt, dass das Problem besteht, allerdings ohne konkrete Auskunft über Ursachen oder Lösungsansätze. Als temporäre Maßnahme empfiehlt der Softwarekonzern, den Update-Kanal auf den Semi-Annual-Kanal zu wechseln, was jedoch lediglich einen Workaround darstellt und keine dauerhafte Lösung bietet. Gleichzeitig signalisiert Microsoft, dass die Entwickler des Outlook-Programms das Problem untersuchen und daran arbeiten, eine definitive Lösung zu finden. Sobald diese gefunden ist, sollen Betroffene wieder auf ihren bevorzugten Update-Kanal zurückkehren können. Welche technischen Hintergründe dieses unerklärliche CPU-Last-Phänomen genau hat, hält Microsoft allerdings noch geheim. Im Task-Manager lassen sich jedoch die Auswirkungen der erhöhten Auslastung beobachten. Die Frage bleibt offen, inwiefern Microsoft weiterhin ausreichend Ressourcen in das klassische Outlook investiert. Offiziell propagiert das Unternehmen das neue webbasierte Outlook als zukünftige Entwicklung, welches jedoch aufgrund von Datenschutzbedenken und fehlender Funktionen bei Nutzern auf Widerstand stößt. Die Unsicherheit liegt auch darin, ob es überhaupt noch einen Nachfolger für MS Office 2024 geben wird oder ob ein Wechsel zum M365-Abo unabdingbar wird. Unternehmenskunden sollen laut Microsoft bis 2026 migriert werden. In der Community zeichnet sich zunehmend Skepsis ab, inwiefern Microsoft ernsthaft an einer Lösung für das klassische Outlook arbeitet oder ob es schlichtweg an Entwicklern mangelt, die dieses Problem lösen können.
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(pz)

