Umstellung der Kommandozeilenwerkzeuge in Ubuntu 25.10: Herausforderungen und Lösungen

Die geplante Umstellung der grundlegenden Kommandozeilenwerkzeuge in Ubuntu 25.10 von den klassischen GNU Core Utilities auf Rust-basierte Alternativen bringt Herausforderungen für die Entwickler mit sich. Der Wechsel begründet sich durch eine erhöhte Sicherheit, die auf weniger fehleranfälligen Implementierungen basiert, was besonders relevant für Serverumgebungen ist. Allerdings erfordert der Austausch essenzieller Werkzeuge wie `ls` oder `cp` eine sorgfältige Migrationsstrategie.

Um den Benutzern weiterhin Zugriff auf die GNU Core Utilities zu gewähren, wird das bestehende Paket in `gnu-coreutils` umbenannt, während die Rust-Versionen im Paket `rust-coreutils` verfügbar sind. Symbolische Links sorgen für die Verknüpfung zwischen den Paketen und Befehlen, sodass ein Aufruf von `ls` beispielsweise auf das Rust-Pendant `rust-ls` führt. Das alte `coreutils`-Paket bleibt leer und dient der Aufrechterhaltung von Abhängigkeiten. Zusätzliche Maßnahmen sollen versehentliche Deinstallationen verhindern.

Trotz dieser Vorbereitungen bestehen Herausforderungen: Die Rust-Implementierungen benötigen mehr Speicherplatz, was insbesondere in Docker-Containern zu einem erhöhten Platzbedarf führt. Daher plant das Team, auf solchen Systemen die klassischen Coreutils beizubehalten. Eine weitere Komplexität liegt im Zusammenspiel mit der Sicherheitstechnik AppArmor. Die neue Struktur, in der alle Befehle unter dem Programm `coreutils` vereint sind, erschwert die Erstellung spezifischer Sicherheitsprofile für AppArmor.

Der genaue Weg und der Erfolg der Implementierung werden sich in den kommenden Monaten zeigen, aber alles deutet auf eine Realisierung in Ubuntu 25.10 hin.

Schlagwörter: Ubuntu + GNU + ` ls`

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  • 24. April 2025