Die Jobplattform Indeed verzeichnet im ersten Quartal 2025 eine wieder ansteigende Tendenz bei Stellenangeboten mit Homeoffice-Option. Der Anteil an Anzeigen, die diese Möglichkeit beinhalten, kletterte von 14,7 Prozent zu Jahresbeginn auf 15,2 Prozent. Damit nähert sich der Wert dem Rekordwert von Februar 2023 mit 16,5 Prozent an. Nach einem Rückgang im Jahr zuvor signalisiert diese Entwicklung eine Kehrtwende in den letzten Monaten und unterstreicht das ungebrochene Interesse der Arbeitnehmer an flexiblen Arbeitsmodellen. Homeoffice hat sich als fester Bestandteil der modernen Arbeitswelt etabliert. Unternehmen, die auf strikte Büropflichten setzen, riskieren demotivierte Mitarbeiter und verlieren potenzielle Talente bei Neueinstellungen. Besonders ausgeprägt ist die Verbreitung von Homeoffice-Angeboten in den IT-Bereichen wie Data Analytics und Informationsmanagement, Softwareentwicklung sowie IT-Support und Infrastruktur. Auch klassische Büroberufe wie das Bank- und Finanzwesen sowie die Buchhaltung zeigen einen hohen Anteil an ortsunabhängigem Arbeiten. Im Gegenzug existieren Branchen, in denen Remote Work praktisch unmöglich ist, wie Einzelhandel, Reinigung oder Pflege. Diese Jobs bieten in der aktuellen wirtschaftlichen Situation Deutschlands im Vergleich zu den flexiblen Bürojobs mehr Stabilität. In Bereichen wie der Softwareentwicklung wurde im Jahresvergleich ein Rückgang der Personalnachfrage beobachtet, während Präsenzberufe weniger konjunkturanfällig blieben. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland mit 15,2 Prozent Stellenanzeigen mit Homeoffice-Option eine gute Position und übertrifft Länder wie die USA, die Niederlande, Italien, Frankreich und Kanada. Nur Großbritannien schneidet mit 15,9 Prozent besser ab.
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(pz)

