Ziff Davis verklagt OpenAI wegen unberechtigter Nutzung urheberrechtlicher Inhalte

Die Klagewelle gegen OpenAI nimmt ihren Lauf und verschärft sich zunehmend. Das Verlagshaus Ziff Davis, bekannt für Titel wie IGN und Eurogamer, hat nun ebenfalls Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Im Zentrum des Konflikts stehen Vorwürfe über die unberechtigte Verwendung von Ziff Daviss Inhalten im Training von OpenAIs KI-Modellen. Die New York Times berichtet laut Gerichtsdokumenten, dass Ziff Davis behauptet, OpenAI habe ihre Daten ohne Zustimmung genutzt, sowohl für das Training der Modelle als auch in Antworten auf Nutzeranfragen. Weiterhin wird vorgeworfen, die vom Verlag erstellten robots.txt-Dateien, die Webcrawlern den Zugriff auf Inhalte verbieten sollen, seien ignoriert worden. Ziff Davis fordert eine Strafzahlung von mehreren hundert Millionen US-Dollar und erwartet, dass weitere betroffene Autoren und Unternehmen der Klage beitreten werden.

OpenAI kontert mit der Argumentation, ihre Modelle würden ausschließlich mit öffentlich zugänglichen Texten trainiert, was unter den Rahmenbedingungen der Fair Use-Regel falle. Diese Regelung erlaubt die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte für Forschungs- und Allgemeinwohlszwecke, und OpenAI sieht sich innerhalb dieses Rahmens. Die Rechtsgültigkeit dieser Position vor Gericht bleibt jedoch offen. Die Klage von Ziff Davis reiht sich ein in eine wachsende Anzahl ähnlicher Prozesse, die Medienunternehmen gegen OpenAI führen. In New York laufen Verfahren der New York Times sowie zahlreicher weiterer Unternehmen und Autoren, darunter Persönlichkeiten wie John Grisham und George R.R. Martin. Auch in Kanada und Indien ziehen Medienhäuser vor Gericht gegen OpenAI, alle mit dem gemeinsamen Kernargument, dass OpenAI urheberrechtlich geschützte Inhalte ohne Erlaubnis für das Training ihrer KI-Modelle verwendet habe.

Entgegen dieser Entwicklung sind andere Medienunternehmen wie der Axel-Springer-Verlag Kooperationen mit OpenAI eingegangen und haben Texte unter Lizenzvertrag zur Verfügung gestellt. Dieser Vertrag beinhaltet eine Zahlung in Millionenhöhe und gewährt OpenAI Zugriff auf Texte aus Publikationen wie BILD, Welt oder Politico.

Schlagwörter: OpenAI + Ziff Davis + New York Times
(pz)

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  • 25. April 2025