37signals hat einen wichtigen Schritt in Richtung Unabhängigkeit vom Cloudanbieter Amazon Web Services (AWS) vollzogen: Der IT-Chef des Softwareentwicklers, David Heinemeier Hansson, verkündete kürzlich auf LinkedIn die Migration aller Datenbestände aus dem AWS-Umfeld in die eigenen On-Premises-Rechenzentren. Diese Komplettübertragung soll bis zum Sommer abgeschlossen sein, ein Ereignis, das Hansson mit Freude und Stolz feiert – denn dann kann er seine AWS-Accounts endgültig löschen und damit jährlich rund 1,3 Millionen US-Dollar einsparen. Bereits im Jahr 2022 hatte Hansson öffentlich angekündigt, die Zusammenarbeit mit AWS aufgrund jährlicher Kosten von 3,2 Millionen US-Dollar beenden zu wollen. Der Weg dorthin begann mit dem gezielten Transfer von Workloads aus der Cloud auf eigene Server von Dell. Diese Investition in Hardware umfasste Anschaffungskosten und Betriebsaufwand von etwa 700.000 US-Dollar jährlich, ermöglichte jedoch bereits eine jährliche Ersparnis von rund 1,2 Millionen US-Dollar im Vergleich zur AWS-Nutzung. Allerdings blieben die Daten weiterhin in der AWS-Speicherlösung S3, was dem Unternehmen jährliche Kosten von 1,5 Millionen US-Dollar verursachte. Nun vollzieht sich mit der aktuellen Datenmigration der letzte Schritt zur vollständigen Unabhängigkeit von AWS und damit die vollständige Realisierung des ursprünglich angestrebten Kosteneinsparungsmodells. Das Engagement von Hansson für On-Premise-Lösungen zeigt deutlich den Fokus auf langfristige Kostenkontrolle und eine stärkere Autonomie im Umgang mit sensiblen Daten. Die Migration ist somit mehr als nur ein technischer Akt, sondern Ausdruck einer strategischen Entscheidung für Unabhängigkeit und Kontrolle in der digitalen Welt.
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