Der kommende macOS-Update bringt eine zusätzliche Datenschutzfunktion mit sich: Nutzer werden künftig in einem Hinweisdialog informiert, sobald eine App im Hintergrund oder ohne Interaktion den Inhalt der zentralen Zwischenablage einliest oder darauf zugreift. Diese Änderung, angekündigt von Apple an Entwickler in einer Notiz zu AppKit-Änderungen, zielt auf einen erhöhten Datenschutz für sensible Daten in der Zwischenablage ab. Zwar bleibt die genaue macOS-Version offen, die diese Funktion implementiert, jedoch deutet sich eine Einführung mit macOS 16 im Herbst oder möglicherweise bereits mit macOS 15.5 an.
Im iOS-Ökosystem existiert eine vergleichbare Datenschutzfunktion seit fünf Jahren, und Apple hebt hervor, dass das Verhalten auf dem Mac analog zu iOS umgesetzt wird. Die Warnmeldung erscheint lediglich, wenn eine App eigenständig und ohne Nutzerinteraktion den Zwischenablageinhalt nutzt – also unbemerkt vom Benutzer geschieht.
Apple stellt Entwicklern zusätzlich neue Methoden in NSPasteboard zur Verfügung, mit denen Apps Inhalte der Zwischenablage auf bestimmte Muster prüfen können, ohne dabei den tatsächlichen Inhalt einzusehen. Dies erfolgt, ohne eine Warnung für den Nutzer auszulösen. So kann ein E-Mail-Client beispielsweise prüfen, ob eine kopierte E-Mail-Adresse in der Zwischenablage vorhanden ist, und anschließend um Zugriff bitten, um diese auszulesen und einzufügen. Der Nutzer erhält dann die Möglichkeit, den Zugriff generell zu erlauben oder abzulehnen – ähnlich wie es bereits in iOS etabliert ist und für jede App individuell gesteuert werden kann.
Die konkrete Umsetzung und deren Effektivität bleiben abzuwarten, da macOS-Nutzer bereits mit einer steigenden Anzahl an Warndialogen konfrontiert sind, die bei manchen an frühere Systeme erinnern und im Alltagseinsatz mitunter störend wirken können. Ähnlich wie bei der Einführung der iOS-Zwischenablage-Datenschutzfunktion gab es anfänglich einen häufigen Überschuss an Warnmeldungen, den Apple durch iterative Verbesserungen letztendlich entschärfte. Nutzer sollten zukünftig die Möglichkeit haben, über Einstellungen für jede App individuell festzulegen, welche Zugriffsberechtigungen diese auf die Zwischenablage haben dürfen.
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(pz)

