Am Dienstag kündigte Microsoft eine umfangreiche Restrukturierung an, die mit der Entlassung von über 6.000 Mitarbeitern verbunden ist. Diese Maßnahme betrifft etwa drei Prozent der gesamten Belegschaft und stellt damit die größte Stellenkürzung seit Januar 2023 dar, als das Unternehmen ebenfalls 10.000 Mitarbeiter entließ. Die betroffenen Bereiche umfassen alle Geschäftsfelder innerhalb von Microsoft, darunter auch LinkedIn, das unter dem Dach des Technologiekonzerns firmiert, sowie verschiedene internationale Standorte. Der Sprecher von Microsoft, Pete Wootton, erklärte diese Entscheidung mit der Notwendigkeit, das Unternehmen für den Erfolg in einem dynamischen Markt zu optimieren und organisatorische Veränderungen voranzutreiben. Bereits wenige Wochen zuvor hatte die Finanzchefin Amy Hood angedeutet, Managementebenen im Unternehmen zu reduzieren, um Agilität zu steigern und leistungsstärkere Teams aufzubauen. Diese Aussage spiegelt einen bereits erkennbaren Trend innerhalb Microsofts wider, der sich in früheren „leistungsbasierten“ Kürzungen zeigte, die Hunderte von Mitarbeitern betrafen. Die aktuellen Entlassungen bauen somit auf einer Reihe zuvor erfolgter Restrukturierungsmaßnahmen auf. Im vergangenen Jahr hatte Microsoft beispielsweise rund 1.900 Mitarbeiter im Bereich Activision Blizzard und Xbox entlassen und mehrere Spielestudios geschlossen, darunter Tango Gameworks und Arkane Austin. Während Tango Gameworks später durch einen Deal mit Krafton wieder in Betrieb genommen wurde, verdeutlichen diese Ereignisse die dynamische Anpassungsstrategie des Konzerns an wandelnde Marktbedingungen. Auch im September wurden weitere 650 Xbox-Mitarbeiter entlassen, ein Schritt im Kontext der Activision Blizzard-Übernahme. Zuvor, im Juni dieses Jahres, fanden Entlassungen in den HoloLens- und Azure-Cloud-Teams statt, die insgesamt rund 1.000 Arbeitsplätze betrafen.
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(pz)

