Versa Concerto, eine Orchestrierungsplattform für Dienste unter dem Versa Operating System (VOS), weist drei schwerwiegende Sicherheitslücken auf, die es Angreifern ermöglichen könnten, Systeme vollständig zu übernehmen. ProjektDiscovery, ein Team von Sicherheitsforschern, hat diese Schwachstellen entdeckt und die Entwickler von Versa im Februar dieses Jahres darüber informiert. Die Forscher hatten bis Ende März Sicherheitsupdates für April versprochen, doch bisher sind diese nicht erschienen, und eine Antwort auf eine Anfrage von Security bleibt aus.
Die fehlenden Patches stellen ein ernstes Risiko dar, da Angreifer durch gezielte Ausnutzung dieser Lücken die Authentifizierung umgehen, höhere Nutzerrechte erlangen und sogar ihren eigenen Code auf den betroffenen Systemen ausführen könnten. Dadurch würden sie die vollständige Kontrolle über die Systeme erlangen. Zwei der Schwachstellen, CVE-2025-34026 und CVE-2025-34027, werden als kritisch eingestuft, wobei letztere mit dem maximalen CVSS-Score von 10 aus 10 bewertet wird, was ihre extreme Gefährlichkeit unterstreicht. Die dritte Schwachstelle, CVE-2025-34025, hat ebenfalls einen hohen Bedrohungsgrad.
ProjektDiscovery geht in ihrem detaillierten Bericht ausführlich auf die Funktionsweise der Lücken ein und bietet Administratoren wertvolle Hinweise, wie sie ihre Systeme bis zum Erscheinen der Patches temporär vor diesen Angriffen schützen können. Eine wichtige Maßnahme dabei ist beispielsweise die Implementierung einer Regel zur Blockierung spezifischer Header, um Angriffe über bestimmte Angriffspunkte zu verhindern.
Die Verschwiegenheit seitens Versa bezüglich des Erscheinungsdatums und der konkreten Maßnahmen zur Abhilfe verstärkt die Sorge in der Sicherheitscommunity. Die fehlenden Patches lassen offen, wie lange Systeme anfällig bleiben und welche umfassenden Angriffsstrategien möglich sind, bis letztendlich eine Lösung bereitgestellt wird.
Schlagwörter: Versa Concerto + ProjektDiscovery + Versa Operating
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