Die US-amerikanische Justiz hat vier Personen wegen des illegalen Transports von Nvidia-Grafikprozessoren (GPUs) und HP-Supercomputern mit Nvidia-GPUs von den USA nach China angeklagt. Diese Personen, Mathew Ho, Brian Curtis Raymond, Tony Li und Harry Chen, werden beschuldigt, ab Ende 2023 in einer Verschwörung aktiv gewesen zu sein, um trotz US-amerikanischer Exportkontrollen leistungsstarke GPUs nach China zu schmuggeln. Die Kontrollen wurden eingeführt, um den Verkauf von Nvidias hochleistungsfähigen Chips für KI-Trainingssitzungen an chinesische Unternehmen einzuschränken, da diese Technologie im Bereich künstlicher Intelligenz und Supercomputing von großer Bedeutung ist. Trotz dieser Beschränkungen entwickelten chinesische Akteure wie DeepSeek dennoch wettbewerbsfähige KI-Modelle. Es gelang den Angeklagten, GPUs von verschiedenen Händlern, darunter auch Raymond mit seinem Unternehmen, zu erwerben und dafür Gelder aus chinesischen Bankkonten per Überweisung zu verwenden. Um die Exportkontrolle zu umgehen, wurden gefälschte Versanddokumente und Verträge eingesetzt. Im Zentrum der Anklage steht das Unternehmen Janford Realtor, geleitet von Ho und Li, das als Mittler fungierte. Raymond, zuvor CTO eines KI-fokussierten Cloud-Computing-Unternehmens, soll Janford Realtor fast zwei Millionen Dollar zur Verfügung gestellt haben. Die Ermittlungen zeigen ein komplexes Netzwerk, das trotz strenger US-Exportkontrollen versucht hat, leistungsstarke Technologie nach China zu transportieren. Nvidia betont die Stringenz ihrer Exportkontrollen und sieht Versuche, Rechenzentren aus geschmuggelten Komponenten aufzubauen, als technisch und wirtschaftlich nicht machbar an.
Schlagwörter: China + Brian Curtis Raymond + Mathew Ho
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