Microsoft räumt Probleme nach Sicherheitsupdates in Windows 11 24H2 ein

Microsoft hat in einem Support-Artikel die Existenz von nervigen Systemproblemen nach der Installation bestimmter Sicherheitsupdates in Windows 11 24H2 eingeräumt. Diese Probleme treten insbesondere bei nicht-persistenten Windows-Installationen, wie sie häufig in virtuellen Desktop-Infrastrukturen (VDI) oder ähnlichen Umgebungen zum Einsatz kommen, deutlicher hervor. Microsoft identifiziert die betroffenen Updates als kumulative Sicherheitsupdates aus dem Juli 2023 sowie aus späteren Monaten, konkret mit der Versionsnummer KB5062553 und neueren. Nach der Anwendung dieser Updates können diverse Systemkomponenten wie StartMenuExperienceHost, Search, SystemSettings, Taskbar oder Explorer Schwierigkeiten bei ihrem Funktionieren haben. Microsoft beschreibt das Problem als auftretend nach dem ersten Nutzer-Login nach der Aktualisierung und betrifft alle Nutzeranmeldungen in nicht-persistenten Installationen. In diesen Systemen werden Applikationen und Pakete nicht dauerhaft gespeichert, sondern müssen bei jedem Login neu installiert werden. Dies ist beispielsweise relevant in großen Organisationen, in denen eine hohe Personalisierung des Desktops nicht erforderlich ist und Benutzerinnen und Benutzer an verschiedenen Arbeitsplätzen anmelden können.

Die Fehlerursache lässt sich auf Aktualisierungen von mitgelieferten Abhängigkeitspaketen zurückführen, die XAML-Komponenten enthalten. Durch diese Aktualisierungen können einige Systemkomponenten, darunter Explorer.exe, ImmersiveShell, ShellHost.exe oder StartMenuExperienceHost, nicht korrekt starten und verursachen Fehlermeldungen auf dem Bildschirm. Es können Anwendungsabstürze beim Initialisieren von XAML-Ansichten auftreten oder der Explorer läuft ohne sichtbaren Eintrag in der Taskleiste. Konkrete Beispiele sind Abstürze des Explorers, fehlendes Anzeigen wichtiger Systemfenster wie der Taskleiste oder Probleme mit dem Startmenü. Microsoft hat die Problematik erkannt und arbeitet an einer automatisierten Lösung, liefert aber im Support-Beitrag auch unmittelbare Handlungsoptionen für IT-Verantwortliche in betroffenen Umgebungen. Zu diesen Maßnahmen gehört das manuelle Registrieren fehlender XAML-Pakete innerhalb der Nutzersitzung, gefolgt von einem Neustart des SiHost-Prozesses. Drei dafür spezifische Befehle werden bereitgestellt, um diese Registrierung durchzuführen. Darüber hinaus stellt Microsoft ein PowerShell-Skript für nicht-persistente Umgebungen zur Verfügung, welches als Log-on-Skript ausgeführt werden soll und so die Registrierung automatisiert.

Schlagwörter: Microsoft + Explorer + Windows

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  • 21. November 2025