Der aktuelle RAM-Mangel hat die PC-Branche im Griff und sorgt für absurde Preissprünge, die an die „Fang des Tages“-Angebote in Fischrestaurants erinnern. Geschäfte wie Central Computers im San Francisco Bay Area verkaufen RAM nun zu variablen Marktpreisen, ohne feste Preise anzugeben, da Hersteller und Händler versuchen, sich an den schwankenden Markt anzupassen. Ähnlich agiert Micro Center, das Kunden auffordert, sich direkt vor Ort über die aktuellen Preise zu erkundigen. Diese Situation verdeutlicht drastisch, wie schnell die Verfügbarkeit von Speicherchips die Erschwinglichkeit von Computern beeinflusst und welche weitreichenden Auswirkungen dies haben kann – denn RAM ist essenziell für zahlreiche Geräte, von Spielkonsolen bis hin zu Smartphones.
Vor wenigen Monaten kostete eine 32-GB-RAM-Ausstattung noch deutlich weniger; nun können sich die Preise verdoppeln und über 700 Euro für ein 64-GB DDR5-Kit erreichen. Manche Hersteller müssen aufgrund dieser Unsicherheiten Produktlaunches verschieben. Valves Steam Machine beispielsweise konnte bisher keinen festen Preis erhalten, da der RAM-Mangel eine entscheidende Variable darstellt. Zwar waren die GPU-Preise in diesem Jahr erstmals rückläufig, doch die steigenden Speicherkosten drohen, diese positive Entwicklung wieder zu untergraben. Grafikkarten benötigen ebenfalls viel VRAM, und es wird spekuliert, dass Nvidia und AMD die Preise erhöhen werden, um den Mangel auszugleichen. Experten raten daher dazu, GPUs mit mindestens 10 GB VRAM zum oder unter dem unverbindlichen Preisvorschlag zu erwerben, solange dies noch möglich ist.
Tim Sweeney, CEO von Epic Games, sieht einen langen Weg bis zur Normalisierung des High-End-Gamings aufgrund der Prioritätenverschiebung in der DRAM-Produktion. Fabriken lenken ihre Kapazitäten zunehmend auf die Anforderungen des KI-Sektors um, wo Rechenzentren mit deutlich höheren Geboten agieren als Hersteller von Consumer-Elektronik. Diese Situation könnte also noch Jahre anhalten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der RAM-Mangel eine disruptive Kraft im Technologiemarkt ist, die nicht nur den PC-Bereich, sondern auch andere Bereiche wie Gaming und KI beeinflusst. Die Preisspirale und Lieferengpässe könnten uns noch einige Zeit begleiten, und eine nachhaltige Lösung erfordert Ansätze und globale strategische Entscheidungen in der Produktionslandschaft.
Schlagwörter: VRAM + Central + San Francisco Bay Area
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