„Achtung, digitale Taschenspieler: So tricksen Cyberkriminelle bei ATO-Attacken!“

Cyberkriminelle gehen in Zeiten zunehmender Digitalisierung mit immer raffinierteren Methoden vor und bedienen sich dabei oft einfacher Tricks. Im Fokus steht aktuell ein Betrugsmodell, bei dem Gauner als Mitarbeiter von Finanzinstituten agieren und so unwissende Opfer um Geld oder sensible Daten bringen wollen. Diese sogenannte „Account-Takeover“-Attacke (ATO) ist laut dem US-amerikanischen FBI, das die Warnung über das Internet Crime Complaint Center (IC3) verbreitet hat, ein wachsendes Problem. Es betrifft Einzelpersonen, Unternehmen und ganze Organisationen verschiedener Branchen und Größenordnungen – quasi ein Großangriff auf die digitale Welt. Das Ziel der Täter ist der Diebstahl von Geld oder wertvollen Daten zur persönlichen Bereicherung. Bereits seit Anfang 2023 wurden über die IC3-Plattform mehr als 1000 Meldungen über ATO-Attacken registriert, wobei Betrugssummen von mehreren Millionen US-Dollar angegeben werden.

Die Vorgehensweise der Kriminellen ist oft clever arrangiert und vertraut auf soziale Ingenieurskunst. Sie kontaktieren ihre Opfer telefonisch oder per E-Mail, tarnen sich als Mitarbeiter einer Bank oder eines Finanzdienstleisters und versuchen, durch vermeintliche Sicherheitschecks oder dringende Anliegen Informationen wie Login-Daten oder Kreditkartennummern herauszudrücken. Oftmals wird die Panik der Opfer gezielt ausgenutzt, um schnelles Handeln zu erzwingen und so unüberlegte Entscheidungen zu provozieren. Ein weiteres Mittel in ihrem Arsenal sind Phishing-Seiten, die sich täuschend echt wie Original-Webseiten gestalten und über Suchmaschinen leicht gefunden werden können.

Durch präzise SEO-Optimierung landen diese Betrugsseiten scheinbar legitim in Suchergebnissen und locken potenzielle Opfer an. Haben sie einmal Zugriff auf Konten erlangt, transferieren sie Gelder blitzschnell auf eigene, oft mit Kryptowährungs-Wallets verknüpfte Konten. Dadurch wird die Geldverfolgung erschwert und der Erhalt des gestohlenen Vermögens für die Täter wahrscheinlicher.

Das FBI warnt eindringlich vor diesen Gefahren und listet konkrete Schutzmaßnahmen auf: Sorgfalt beim Teilen von Informationen online, regelmäßige Kontrollen der Finanzkonten, komplexe und eindeutige Passwörter sowie die Nutzung vertrauenswürdiger Bookmarks statt Suchergebnissen oder Werbelinks für Website-Zugriffe. Wachsamkeit gegenüber Phishing-Versuchen ist ebenso essenziell wie die Vermeidung von unüberlegten Entscheidungen unter Druck. Die digitale Welt erfordert Aufmerksamkeit und Vorsicht, um nicht Opfer raffinierter Betrüger zu werden.

Schlagwörter: FBI + ATO + IC3

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  • 27. November 2025