Bundeswehr im digitalen Dschungel: Der steinige Weg zur SAP-Software S/4HANA

Die Bundeswehr, ein wichtiger Nutzer von SAP-Software, sieht sich der Aufgabe gegenüber, auf die neueste SAP-Generation S/4HANA umzusteigen. Dieser Wechsel ist essenziell für die Digitalisierung und Modernisierung des deutschen Militärwesens, hat sich jedoch als komplexer erwiesen als ursprünglich erwartet. Internen Dokumenten zufolge, darunter ein Papier des Verteidigungsministeriums, liegen gravierende Probleme in der Funktionsfähigkeit des Systems vor. Die zuverlässige Informationsübermittlung über die neue SAP-Software ist noch nicht gewährleistet, was sich in verlängerten Testphasen und Berichten über mangelhafte Funktionalität sowie fehlende Einsatzreife zeigt. Der ursprünglich geplante Start wurde verschoben, da viele verbundene Anwendungen nicht reibungslos integriert sind. Auch innerhalb von SAP selbst werden Schwierigkeiten festgestellt: Es besteht die Einschätzung, dass die Softwarequalität mangelhaft ist, und es wurde empfohlen, den Start auf Frühjahr 2026 zu verschieben. Dieser Schritt signalisiert die Notwendigkeit von Optimierungen und Fehlerbehebungen, bevor S/4HANA in der komplexen Umgebung der Bundeswehr vollumfänglich implementiert werden kann. Die Herausforderung liegt in der Abwägung zwischen SAPs Softwareentwicklung und den spezifischen Anforderungen des militärischen Kontextes. Die Integration zahlreicher interner Anwendungen ist entscheidend für einen effizienten Datenfluss innerhalb der Bundeswehr. Nur durch gezielte Lösungsansätze und nachhaltige Anpassungen beider Seiten kann ein erfolgreicher Übergang auf S/4HANA erreicht werden.

Schlagwörter: S/4HANA + SAP + SAPs

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  • 29. November 2025