Achtung vor Phishing: Betrüger nutzen das Bundeszentralamt für Steuern, um Krypto-Investoren in die Falle zu locken
Ein neuer Phishing-Betrug, der das Bundeszentralamt für Steuern missbraucht, verbreitet sich derzeit. Die Betrüger verschicken E-Mails, in denen sie von angeblichen Abweichungen bei Krypto-Angaben sprechen und den Empfängern Druck machen, um an ihre sensiblen Daten zu gelangen. Der Text versucht, mit teils fehlerhaftem Deutsch eine Verbindung zur EU-Richtlinie DAC 8 herzustellen, die neben Identitätsdaten auch Krypto-Bestände, Wallets, Transaktionen und Veräußerungen meldepflichtig macht. Sie nutzen die Bekanntheit dieser Regelung, um Unsicherheit bei Krypto-Asset-Inhabern zu erzeugen, obwohl sie erst Ende des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Mit der Behauptung, dass laut EU-Richtlinie Krypto-Dienstleister Steuerdaten an Finanzbehörden melden müssen und diese automatisch mit Steuererklärungen abgeglichen werden sollen, versuchen die Phisher, Glaubwürdigkeit für ihre Forderung zu erlangen: Die Zahlung einer vermeintlichen Ordnungswidrigkeit von bis zu 50.000 Euro oder sogar eine Freiheitsstrafe bei Steuerhinterziehung drohen als Druckmittel. Die E-Mail enthält jedoch mehrere rote Fahnen, die auf Betrug hinweisen. Der Absender verwendet zwar einen passenden Namen, die E-Mail-Adresse hat jedoch keine Verbindung zur Steuerverwaltung und befindet sich außerdem nicht auf einer deutschen Domain. Der Aktionspfad führt zu einer kryptischen URL und nicht zu vertraulichen Elster-Systemen. Rechtschreibfehler weisen auf mangelnde Professionalität hin. Betroffene sollten diese Mails sofort löschen und ignorieren, da es sich zweifelslos um einen Phishing-Versuch handelt. Das Bundeszentralamt für Steuern ist häufig Ziel solcher Angriffe; bereits im vergangenen Mai kursierte ein ähnlicher Betrug mit angeblichen Mahngebühren für verspätete Steuererklärungen.
Schlagwörter: DAC + Krypto-Dienstleister
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