Das VideoLAN-Projekt hat mit den Versionen 3.0.22 und 3.0.23 des populären Mediaplayers VLC zwei wichtige Updates veröffentlicht, um Sicherheitslücken in verschiedenen Bereichen der Medienverarbeitung zu schließen. Diese Patches adressieren Fehler, die bei der Verarbeitung verschiedener Dateiformate und Container auftreten können, darunter prominente Standards wie MP4, Ogg, ASF sowie diverse Untertitelmodule. Die Entwickler weisen darauf hin, dass diese gefundenen Schwachstellen theoretisch für Angriffe mit Denial-of-Service (DoS), Informationsdiebstahl oder sogar die Ausführung beliebigen Codes ausgenutzt werden könnten. Aktuell liegen jedoch keine Hinweise auf aktive Ausnutzungen dieser Sicherheitsrisiken vor.
Technisch gesehen umfassen die Korrekturen ein breites Spektrum an Speicherfehlern und logischen Fehlfunktionen innerhalb des VLC-Codes. In der Version 3.0.22 wurden beispielsweise stack-basierte Pufferüberläufe behoben, die bei der Verarbeitung bestimmter Dateiformate entstehen konnten. Des Weiteren wurden Probleme in zahlreichen Demuxern, den Komponenten, die Daten aus verschiedenen Containerformaten extrahieren, zuverlässig gelöst. Das direkt folgende Release 3.0.23 schließt weitere Sicherheitslücken. So wurde beispielsweise eine Null-Pointer-Dereferenzierung in der Bibliothek libass, die für die Anzeige von Untertiteln zuständig ist, behoben. Weiterhin wurden Integer-Überläufe im Daala-Modul, einem Codec für hochauflösende Videocodierung, sowie Pufferüberläufe bei der Verarbeitung von PNG-Dateien adressiert. Diese gezielten Patches demonstrieren die kontinuierlichen Bemühungen des VideoLAN-Teams, den VLC-Mediaplayer robust und sicher zu halten.
Schlagwörter: VLC + MP4 + Ogg
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
