Das Jahr 2025 erweist sich als ein Erfolgsjahr für die PC-Industrie, zumindest wenn man den Daten von IDC glaubt: Mehr als 285 Millionen Desktop-PCs, Notebooks und Workstations fanden ihren Weg in die Hände von Kunden weltweit. Dieser starke Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr (263 Millionen) lässt auf eine steigende Nachfrage schließen. An der Spitze der Marktpositionen bleibt Lenovo unangefochten, mit über jedem fünften verkauften PC, der aus seinem Hause stammt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen HP und Dell, wobei Lenovo auch das dynamischste Wachstum verzeichnen kann – 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung unterstreicht die bereits seit Jahren bestehende Konzentration am oberen Ende des Marktes. Hersteller außerhalb der Top 5 nehmen lediglich einen Anteil von 24 Prozent ein und zeigen nur ein geringes Wachstum von 1,4 Prozent.
Die Verkäufe zeichnen sich regional unterschiedlich aus. Die Zollpolitik der Trump-Administration Anfang 2025 löste in den USA einen Import-Boom aus, gefolgt von einem Stagnationszyklus in den restlichen Quartalen des Jahres. Komplett anders sieht es in Asien und Europa aus: Hier setzte ab dem zweiten Quartal ein zweistelliges Wachstum ein, möglicherweise angetrieben vom Support-Ende für Windows 10. Die Nachfrage nach Hardware wurde zusätzlich durch die steigenden Preise für Komponenten beeinflusst. Während sich der Preis für Mainboards um etwa 25 Prozent von 230 Euro auf aktuell 290 Euro erhöhte, blieben die CPU-Preise für Ryzen 9000 und Core Ultra 200S stabil. Diese dynamischen Marktentwicklungen zeugen von einem komplexen Kräfteverhältnis zwischen globaler Politik, Softwarezyklen und Hardwarepreisen, welches die PC-Industrie prägt.
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