Ein für westliche Unternehmen bedeutender chinesischer Fertigungskonzern steht im Zentrum eines potenziellen Sicherheitsvorfalls. Luxshare Precision Industry Co. Ltd., auch bekannt als Luxshare-ICT, soll Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden sein. Die Behauptung wurde von Cyberkriminellen im Darknet publik gemacht und zeichnet ein Netzwerk aus betroffenen internationalen Unternehmen ab, darunter Apple, Nvidia, Meta und Qualcomm – allesamt Firmen, die Luxshare zum Teil für ihre Produktionsprozesse nutzen. Hackread berichtet über diese Entwicklung, die auf Leaks und Verlautbarungen aus der Unterwelt des Internets basiert. Im Zentrum der Anschuldigung stehen entwendete Materialien wie 3D-CAD-Produktmodelle, 2D-Komponentenzeichnungen, umfassende Designdokumentationen, Informationen zu Print Circuit Boards (PCBs) und sogar Ansprechpartner innerhalb von Luxshare selbst. Die Publizierung erfolgte in Auszügen durch die mutmaßlichen Angreifer auf ihrer Leaksite, wobei Apple-Produkte wie iPhones, Apple Watch oder Apple TV genannt werden, jedoch im Kontext eines Reparaturprojekts, das angeblich von 2019 bis 2025 lief. Dieses Szenario unterstreicht Luxshares wachsende Bedeutung für Apple in der Fertigung. Neben Foxconn hat sich Luxshare zu einem zentralen Produzenten von iPhones entwickelt und produziert zudem Zubehörprodukte sowie anspruchsvolle Hardware wie die Vision Pro in China und anderen Regionen wie Vietnam. Die Angreifer behaupten, dass Luxshare auf den Angriff zunächst nicht reagiert habe, und drängen in ihren Meldungen zur Kontaktaufnahme, um weitere Datenlecks zu verhindern. Bislang sind die öffentlich gewordenen Informationen als Kostprobe anzusehen und weisen einen gewissen historischen Bezug auf, da sie offenbar aus dem bereits erwähnten Reparaturprojekt stammen. Ob unter den entwendeten Materialien auch Daten zu noch nicht öffentlich bekannten Apple-Produkten verborgen liegen, ist unklar. Weder Apple noch Luxshare haben bisher Stellung zu dem Vorfall genommen. Die Glaubhaftigkeit der Ransomware-Angriffsanzeige und die damit einhergehenden potenziellen Folgen sind enorm. Sollte der Vorfall echt sein, erregt er nicht nur Interesse in der Apple-Community, sondern insbesondere bei Konkurrenten und der Zulieferbranche. Informationen über neue Produkte sind für diese essentiell, um passende Peripherie frühzeitig zu entwickeln. Zudem könnten Firmen die entwendeten Daten für die Herstellung gefälschter Apple-Hardware nutzen. Die Situation bleibt angespannt und offen für weitere Entwicklungen.
Schlagwörter: Apple Watch + iPhones + Apple
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