JetBrains hat kürzlich zwei wichtige Aktualisierungen für die Kotlin-Entwicklungslandschaft veröffentlicht: Exposed 1.0, eine leistungsfähige SQL-Bibliothek, und Ktor 3.4, ein Upgrade des Webframeworks. Diese Neuigkeiten richten sich an Entwickler, die in der Kotlin-Welt agieren und nach effizienten Lösungen für Datenbankinteraktion und Webentwicklung suchen.
Exposed 1.0 markiert einen Meilenstein: Es ist das erste stabile Release dieser SQL-Bibliothek, die speziell für Kotlin konzipiert wurde. Im Kern basiert Exposed auf einem Java-JDBC-Treiber, der durch eine Kotlin-Schicht überlagert wird, wodurch der Zugriff auf Datenbanken direkt aus Kotlin-Code möglich wird. Ein zentrales Merkmal von Exposed 1.0 ist die Wahlfreiheit zwischen traditionellen JDBC- und reaktiven R2DBC-Treibern.
Der Community begegnet JetBrains hier einem oft laut gewordenen Wunsch: Entwickler können nun flexibel zwischen den beiden Ansätzen entscheiden, je nach Projektbedürfnis und Datenbankanforderung. Neben dieser Flexibilität bietet Exposed zwei wesentliche Paradigmen für den Datenbankzugriff: eine Domain-Specific-Language (DSL)-API, die eine Kotlin-orientierte Abstraktion für Datenbankinteraktionen bereitstellt, und eine Data-Access-Object (DAO)-API, die dem objektorientierten Ansatz von ORM-Frameworks wie Hibernate ähnelt.
Diese Wahlmöglichkeiten ermöglichen Entwicklern, ihre bevorzugte Arbeitsweise im Umgang mit Datenbanken in Kotlin zu verwirklichen. Die Performance wurde im Rahmen der Version 1.0 ebenfalls verbessert, und diverse Bugfixes wurden integriert. Aktuell unterstützt Exposed eine Reihe gängiger Datenbanken, darunter H2 (Version 2.x), MariaDB, MySQL, Oracle, PostgreSQL (auch mit dem JDBC-Treiber pgjdbc-ng), Microsoft SQL Server und SQLite.
Parallel dazu wurde Ktor, JetBrains‘ Webframework, ebenfalls aktualisiert. Version 3.4 bringt eine interessante Neuerung: die automatisierte Erstellung von API-Dokumentationen direkt aus dem Code mithilfe einer experimentellen codedescribe/code-API. Diese Funktion kooperiert mit einem neuen Compiler-Plug-in und ermöglicht so ein dynamisches Dokumentieren der Endpunkte innerhalb des Ktor-Projekts. Entwickler profitieren von verbesserter Transparenz und vereinfachter Dokumentationspflicht. Nähere Details zu diesen Neuerungen in Ktor 3.4 sowie weitere Features finden sich im offiziellen JetBrains-Blog.
Zusammenfassend zeigen diese Updates die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kotlin-Tools von JetBrains, um Entwicklern ein effizientes und modernes Werkzeugset für Webentwicklung und Datenbankanbindung bereitzustellen. Die Fokussierung auf Performance, Flexibilität und Automatisierung unterstreicht den Anspruch, Entwickler in allen Phasen des Softwareentwicklungsprozesses zu unterstützen.
Schlagwörter: Exposed + JetBrains + Ktor
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
