Die European Digital Identity Wallet (EUDI) nimmt Fahrt auf: Ein wichtiger Meilenstein in ihrer Entwicklung ist die Schaffung einer Testumgebung, einer sogenannten Sandbox. Gefördert vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), bietet diese Plattform Unternehmen und Behörden die Gelegenheit, Funktionen und Anwendungsfälle der EUDI praxisnah zu erproben. Digitalminister Karsten Wildberger bezeichnete diesen Schritt als „Meilenstein“ in der Entwicklung der Wallet.
Die EUDI verfolgt das ambitionierte Ziel, EU-Bürgern eine kostenlose und sichere digitale Identifikation an die Hand zu geben, mit der sie sich europaweit digital ausweisen können. Erste Tests konzentrieren sich auf die Grundlagenfunktion der digitalen Identifikation durch Person Identification Data (PID) in der Sandbox. Im Anschluss soll die Funktionsfähigkeit von elektronischen Nachweisen (Electronic Attestations of Attributes, EAA) überprüft werden. Sukzessive sollen weitere Funktionen und Anwendungsfälle hinzukommen, um das volle Potenzial der EUDI-Wallet zu erforschen. Die Erkenntnisse aus diesen Testphasen fließen direkt in die Weiterentwicklung sowohl der Anwendungsfälle selbst als auch der technischen Ausgestaltung der staatlichen EUDI-Wallet ein. Das BMDS betont dabei einen iterativen Entwicklungsprozess, der es ermöglicht, die Wallet schrittweise mit zusätzlichen Funktionen und Nachweisen auszustatten.
Geplant ist, dass bis Anfang 2027 die erste Stufe der EUDI-Wallet öffentlich zugänglich wird. Neben dem digitalen Personalausweis sollen in dieser ersten Version weitere hoheitliche oder private Nachweise integriert werden, wie zum Beispiel der Führerschein. Die EUDI-Wallet soll somit zu einem zentralen Instrument für die digitale Identität in Europa werden, das Bürgern mehr Sicherheit, Flexibilität und Kontrolle über ihre Daten bietet.
Schlagwörter: EUDI + BMDS + Karsten Wildberger
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