Microsoft intensiviert seine Bemühungen, die Grenzen zwischen PCs und mobilen Android-Geräten zu verwischen, indem es die Plattformen wie Windows 11 weiter anbinden möchte. Im Fokus steht dabei die plattformübergreifende Fortsetzung, eine Funktion, die Nutzern ermöglicht, ihre Arbeit mühelos von einem Gerät zum anderen fortzusetzen, als wären sie am selben Ort. Diese Vision wurde bereits im letzten Jahr vorgestellt, zunächst mit der Möglichkeit, OneDrive-Sitzungen zwischen Android-Geräten und Windows 11 fortzuführen. Jetzt nimmt Microsoft diese Strategie weiter voran und erweitert die Funktionalität um weitere Anwendungsfälle, um ein noch nahtloseres Erlebnis zu bieten.
Geplant ist es beispielsweise, Spotify-Wiedergaben von einem Android-Smartphone auf einen Windows 11-PC nahtlos weiterzugeben, ähnlich wie man es mit der Handoff-Funktion auf Apple-Geräten kennt. Auch die Bearbeitung von Dokumenten in Microsoft-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint soll zukünftig nahtlos fortgesetzt werden können, unabhängig davon, wo man das letzte Mal gearbeitet hat. Darüber hinaus sollen auch Browsersitzungen im Edge-Browser von einem Android-Gerät direkt auf dem PC fortgeführt werden können. Diese Ausweitung der plattformübergreifenden Fortsetzung basiert auf Tests seit August und ist nun Teil des neuesten Release Preview-Updates für Windows 11, das kürzlich veröffentlicht wurde.
Die Ambitionen hinter dieser Technologie erinnern an frühere Versuche von Microsoft mit Project Rome in Windows 10, welches App-Übergabefunktionen ermöglichte. Allerdings fand diese Initiative damals nicht die breite Akzeptanz bei Entwicklern. Mit der Integration in den Release Preview-Testbereich signalisiert Microsoft jedoch, dass die verbesserte plattformübergreifende Fortsetzung bald für alle Nutzer verfügbar sein wird. Das Update bringt neben dieser zentralen Funktion auch weitere Verbesserungen mit sich, wie beispielsweise verbesserte MIDI 2.0-Unterstützung auf Windows 11, Optimierungen in der Spracherkennung und erweiterte Sicherheitsfunktionen durch einen neuen Einstellungsagenten, der Sprachen wie Deutsch, Portugiesisch, Spanisch, Koreanisch, Japanisch, Hindi, Italienisch und Chinesisch (vereinfacht) unterstützt.
Zusammengefasst drückt Microsoft mit dieser Innovation seine Vision einer vernetzten Zukunft aus, in der Geräte harmonisch zusammenarbeiten und Nutzer unabhängig von ihrem Standort produktiv bleiben können. Die plattformübergreifende Fortsetzung steht dabei als zentrales Element dieses Paradigmenwechsels im Vordergrund.
Schlagwörter: Microsoft + Windows + Word
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
