Apple setzt mit der kommenden iOS-Version 26.3 ein starkes Zeichen für den Datenschutz seiner Nutzer: Das in iPhones integrierte hauseigene Mobilfunkmodem erhält erstmals eine einzigartige Funktion, die die Genauigkeit der Standortdaten einschränkt, die Netzbetreiber abrufen können. Apple erläutert diese Innovation in einem Support-Dokument und betont in dem bereits in der Beta verfügbaren Feature, welches standardmäßig aktiviert ist, dass Mobilfunkanbieter zukünftig nur noch grob auf Ebene des Stadtbezirks ein iPhone lokalisieren können, nicht mehr mit einer präziseren Auflösung wie Straße oder Hausnummer. Apple verdeutlicht klar, dass diese Änderung keine Auswirkung auf die genaue Ortung über GPS oder GNSS für Apps und Dienste hat. Auch im Falle von Notrufen wird weiterhin ein möglichst genauer Standort an die Leitstelle übermittelt, was durch Apples AML-Technologie (Approximate Location Messaging) gewährleistet wird.
Details zu den technischen Hintergründen dieser neuen Datenschutzfunktion hütet Apple noch geheim. Bekannt ist jedoch, dass die Netzbetreiber eine aktive Rolle spielen und mitspielen müssen, um diese Funktion nutzbar zu machen. In Deutschland hat aktuell nur die Telekom diesen Weg mitgedacht und implementiert; dazu zählen laut Apples kurzer Liste auch EE und BT in Großbritannien, Boost Mobile in den USA sowie zwei thailändische Mobilfunkanbieter. Die Telekom bestätigt gegenüber Mac & i die Unterstützung der Funktion und erklärt, dass durch sie die für eine Feinortung notwendige Präzision eingeschränkt wird, sodass letztendlich nur noch eine ungefähre Ortung auf Ebene von Stadtteil oder Bezirk möglich ist, nicht mehr Straße oder Hausnummer.
Apples erste eigene Baseband-Prozessoren, C1 und C1X, finden sich aktuell in einigen iPhone-Modellen und sind der Grundstein für diese Innovation. Diese Prozessoren werden in Zukunft noch breiter eingesetzt und ermöglichen neben dieser Datenschutzfunktion auch verbesserte Performance und Effizienz im Mobilfunkbereich. Derzeit dominieren Standortdaten primär durch Apps die Nutzung, wobei Nutzer oft Zugriff auf Ortungsdienste gewähren, was zu einer Weitergabe an Dritte führt. In den USA haben jedoch auch große Mobilfunkanbieter offenbar jahrelang Standortdaten ihrer Kunden gesammelt und verkauft. Apples Schritt, die Genauigkeit dieser Daten im Mobilfunknetz zu reduzieren, könnte diesem Missbrauch entgegenwirken.
Für staatliche Stellen wie Strafverfolger oder Hacker wird es dadurch schwieriger, über Mobilfunkanbieter präzise Ortsdaten einzelner iPhones abzugreifen. Diese Änderung durch Apple stellt einen wichtigen Fortschritt im Bereich des Datenschutzes dar und signalisiert ein deutliches Bewusstsein für die Sensibilität von Standortinformationen in der digitalen Welt.
Schlagwörter: Apple + Apples + iPhones
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
