Wenn KI zur Zielscheibe wird: Die schleichende Gefahr des AI Recommendation Poisoning

KI-Modelle, obwohl leistungsstark, sind nicht immun gegen Cyberangriffe. Ähnlich wie Suchmaschinen früher durch SEO-Poisoning angreifbar waren, stellen Angriffe wie AI Recommendation Poisoning eine Bedrohung für die Integrität von KI-Systemen dar. Microsoft warnt vor dieser Methode, mit der Angreifer KI-Modelle gezielt beeinflussen und manipulierte Empfehlungen erzeugen können. Dies geschieht über versteckte Anweisungen in Schaltflächen oder Links, die an KI-Chatbots weitergeleitet werden. Ein Beispiel: Ein Link kann einen KI-Dienst veranlassen, Text im Piratenstil zusammenzufassen, was zu einer manipulierten Anfrage und einer beeinflussten Ausgabe führt. Das Microsoft Defender Security Team identifizierte über 50 einzigartige Eingabeaufforderungen aus verschiedenen Unternehmen, die diese Technik demonstrieren. Besorgniserregend ist die einfache Anwendung durch frei zugängliche Tools, wodurch auch weniger spezialisierte Akteure Angriffe durchführen können. Da KI-Assistenten in sensiblen Bereichen wie Gesundheit oder Finanzen eingesetzt werden, birgt AI Recommendation Poisoning ein hohes Risiko für subtile Manipulationen. Ein besonders bedrohliches Merkmal ist die langfristige Auswirkung auf das Gedächtnis der KI. Vergiftet mit manipulierten Anweisungen betrachtet die KI diese als gültige Präferenzen und integriert sie dauerhaft in zukünftige Antworten, wodurch sich ein Bias etabliert. Um dieses Risiko zu minimieren, rät Microsoft zur kritischen Prüfung von KI-bezogenen Links und zur regelmäßigen Überprüfung der Erinnerungen der Assistenten, um unerwünschte Einträge zu löschen und zweifelhafte Empfehlungen zu hinterfragen. Nur erhöhte Aufmerksamkeit und Sorgfalt schützen Nutzer vor dieser neuen Bedrohung und wahren das Vertrauen in KI-Systeme.

Schlagwörter: AI + Poisoning + Microsoft Defender

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  • 13. Februar 2026